SPÖ-Kritik an Ortschef: Hausabriss regt auf. Bahnhofshaus wird abgerissen – SPÖ kritisiert Vorgehensweise des Bürgermeisters. „Haben jahrelang verhandelt“, erklärt dieser.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 25. Februar 2018 (06:14)
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Unzufrieden. Vize Elmar Rohrer (SPÖ) hätte das Haus gern genutzt.
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Das Bahnhofsgebäude am Donnerskirchener Bahnhof wird abgerissen, wie ein Sprecher der ÖBB bestätigt.

Die SPÖ-Fraktion übt Kritik am Bürgermeister: „Nach der Wahl 2012 erklärte er in einem Schreiben, dass die Gemeinde das Gebäude gekauft hat. Seither gab es keine weiteren Informationen dazu“, so Gemeinderat Ludwig Fingerhut (SPÖ).

Er sagt weiter: „Das Haus wurde mit der Errichtung der Linie nach Pressburg 1897 errichtet. Entlang der Strecke werden die anderen Häuser genutzt, nur hier nicht. Eine Chance wurde vertan.“ SPÖ-Vizebürgermeister Elmar Rohrer ergänzt: „Man hätte hier etwa ein Vereinshaus oder einen Veranstaltungsort machen können.“

Bürgermeister Johannes Mezgolits (ÖVP) dazu: „Es gab damals ein offenes Bieterverfahren, bei dem die Gemeinde von den ÖBB den Zuschlag erhielten. Unser Angebot betrug damals zehn Euro pro Quadratmeter. Dann meldeten damalige Mieter Anspruch an und wollten mehr zahlen. Deshalb gab es über Jahre Nachverhandlungen zwischen Gemeinde und ÖBB. Letztendlich ließen die ÖBB das Thema ruhen und man hat sich neu orientiert.“

Das Haus verblieb also im Besitz der ÖBB. „Selbst wenn die Gemeinde das Haus gekauft hätte, wäre es schwierig gewesen, da das Grundstück als ÖBB-Grund gewidmet ist und somit für uns nicht nutzbar ist. Unter dem Grundstück verläuft auch eine Gashauptleitung. Mit den Umwidmungs- und etwaigen Verlegungskosten der Gasleitung wäre der Kaufpreis auf gut das Doppelte gestiegen“, so Mezgolits abschließend.