Zu wenig Parkplätze: Bahnhof-Parkplatz ausbauen?. Der Parkplatz am Donnerskirchner Bahnhof könnte erweitert werden – Auslastung wird von der ÖBB geprüft.

Von Sigrid Janisch. Erstellt am 26. Oktober 2018 (06:31)
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Erweiterungswünsche. Wo einst das Bahnhofsgebäude stand, würden sich die Gemeindevertreter eine Erweiterung des Parkplatzes wünschen.
BVZ

Das alte Bahnhofsgebäude in Donnerskirchen wurde vor Kurzem abgerissen. Dies sorgt für Diskussionen und befeuerte nun Gerüchte, dass die Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof in Donnerskirchen vergrößert werden könnte.

Bürgermeister Johannes Mezgolits (ÖVP) würde dies begrüßen, denn: „Momentan kommen Pendler aus den umliegenden Ortschaften, etwa Mörbisch, Rust und Oggau. Vor allem im Winter ist der Parkplatz schnell voll“, erklärt der Bürgermeister. Auch Vize Elmar Rohrer (SPÖ) wäre grundsätzlich für eine Vergrößerung des Parkplatzes, aber er möchte „auf die vertane Chance bezüglich dem Bahnhofshaus hinweisen.“

Mit dem Abriss des Bahnhofsgebäudes war er nicht einverstanden: „Die Gemeinde hätte es kaufen und etwa Wohnungen oder ein Vereinshaus machen können. Dies wurde mit dem Argument, es wäre kein Geld da, abgelehnt.“ Parteikollege Gemeinderat Ludwig Fingerhut stimmt zu: „In allen anderen Ortschaften sind die Bahnhofshäuser erhalten geblieben und wurden umfunktioniert“, erklärt er.

Mezgolits dazu: „Der Preis ist nach dem Zuschlag der Versteigerung angestiegen. Die Gemeinde hätte für das Grundstück den Preis für ein als Baugrund gewidmetes gezahlt. Aber: Unter dem Grundstück verläuft eine Gashochdruckleitung, die man hätte verlegen müssen. Es ist nicht als Baugrund gewidmet und das Haus war nass. Daher entschieden wir uns dagegen.“

ÖBB: Erweiterung ist derzeit nicht vorgesehen

Trotz aller Wünsche und Pläne wissen die ÖBB indes nichts von einer Vergrößerung der Park-and-Ride-Anlage: „Eine Erweiterung der P&R-Anlage in Donnerskirchen ist seitens der ÖBB zurzeit nicht vorgesehen“, so ein Sprecher. Allerdings sei aufgefallen, dass an einigen Tagen eine hohe Pkw-Auslastung gegeben war. Daher werde man „über einen längeren Zeitraum eine regelmäßige Auslastungserhebung“ durchführen. „Nach Vorliegen von aussagekräftigen Auslastungsdaten wird die Lage neu bewertet“, so der Sprecher.