Leithaprodersdorf und Wimpassing: Verband wird gelöst. Leithaprodersdorf und Wimpassing lösen ihren Gemeindeverband auf. Grund dafür ist der erhöhte Verwaltungsaufwand.

Von Sigrid Janisch. Erstellt am 29. Mai 2021 (05:19)

Gemeinden freuen sich in der Regel über Zuzug und steigende Bevölkerungszahlen. Die Schattenseiten der wachsenden Gemeinden zeigen sich vor allem im mehrbelastetem Budget. Nicht nur die Infrastruktur (Betreuungsangebot für Kinder, Straßen, und so weiter), auch der Verwaltungs- und damit auch Bedienstenstenaufwand steigt, so etwa in Leithaprodersdorf und Wimpassing. Daher entschieden sich die Gemeinden, den bisherigen Gemeindebverband bis Ende des Jahres aufzulösen. Dieser Verband wurde 1971 gegründet. Damit gab es einen Amtsleiter für beide Gemeinde, was eine Kostenersparnis für beide Gemeinden war.

Durch die steigenden Bevölkerungszahlen musste auch die Infrastruktur in den Gemeinden angepasst werden, etwa mit dem (Aus-)Bau der Kindergärten und Schulen, Vereinsräumlichkeiten oder ähnlichem. Es gab also immer mehr Projekte, deren Abwicklung ebenfalls beim Amtsleiter lag. So kam es zu einer Mehrbelastung für den Amtsleiter.

„Wir haben eine Lösung gebraucht“, wie Leithaprodersdorfs Bürgermeister Martin Radatz (ÖVP), auch derzeitiger Obmann des Verbands, feststellt. Auch Wimpassings Bürgermeister Ernst Edelmann (SPÖ) schließt sich an: „Die Bevölkerung und Infrastruktur sind gewachsen, der Verwaltungsapparat nicht.“ 2018 wurde daher eine Amtleiterin in Wimpassing eingestellt. Sie beendet derzeit die Ausbildung zur Amtsleiterin, voraussichtlich bis Ende des Jahres. Dann wird auch der Verband aufgelöst. „So war es bei ihrer Einstellung bereits vorgesehen“, so Radatz. Damit wird auch der Kritik des Rechnungshofes entgegengesetzt. Dieser kritisierte bei einer Prüfung des Verbands durch, dass der Verband noch bestehe, obwohl es bereits zwei Amtsleiter gibt.

Durch die zusätzliche Personalkraft steigen die Personalkosten, „aber nicht so sehr. Die Gemeinde ist ein Servicebetrieb und wir müssen diesen Service gewährleisten. Beim Personal zu sparen ist daher nicht sinnvoll“, so Edelmann.