Stressige Woche für Neufelder Floriani. Die FF Neufeld musste gleich mehrmals ausrücken. Die Bilanz: ein Hausbrand, ein gerettetes Frettchen und ein befreites Kind.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 10. Juni 2021 (04:39)

NEUFELD Langweilig wird es der Feuerwehr ohnehin selten. Dass aber in etwas mehr als 24 Stunden gleich drei Einsätze anfallen, kommt doch eher selten vor. So geschehen aber in der Vorwoche in Neufeld.

Noch dazu startete die Einsatzserie mit einem Gebäudebrand. Anfänglich ging man noch von einer eingeschlossenen Person aus, diese Meldung stellte sich aber als falsch heraus. „Der Eigentümer hat den Brand bemerkt und hat ein Fenster geöffnet, während bereits ein Passant mit dem Notruf telefonierte. Dieser meinte daraufhin, es sei noch eine Person im Haus“, schildert Einsatzleiter Franz Nechansky.

Kommunikationsfehler in Niederösterreich?

Während der Neufelder Atemschutztrupp des ULF Neufeld über die Gebäude-Hinterseite in Richtung der Brandwohnung vordrang, baute die Feuerwehr Landegg einen zweiten Löschangriff von der Vorderseite über den Keller auf. Nach nur sechs Minuten war der Brand unter Kontrolle. „70 Sekunden nach Alarmierung läutete die Sirene, nach vier Minuten waren wir vor Ort“, lobt Nechansky die schnelle Reaktionszeit seiner Floriani.

Allerdings hätte der Einsatz auch noch schneller gehen können, beklagt der Einsatzleiter. Obwohl die FF Neufeld rasch — „schneller geht es eigentlich gar nicht“ — am Weg zum Brand war, kam dem Einsatzwagen an einer Kreuzung bereits ein niederösterreichischer Einsatzwagen entgegen. Nicht jener aus Ebenfurth, der „nur über die Leitha fahren hätte müssen“, sondern aus Landegg. Dass die fünf Kilometer entfernte Wehr gleichzeitig eintrifft, sei nur möglich, wenn sie früher alarmiert wurde, so Nechanskys Schlussfolgerung. Es passiere öfters, dass unter 122 die Kollegen in Niederösterreich abheben. Diese müssten nur eigenltich die LSZ Burgenland verständigen, was in diesem Fall nicht oder nur zu spät passiert sei, vermutet Nechansky. Klärung soll ein Gespräch mit den niederösterreichischen Kollegen bringen. Für den Neufelder Floriani ist der Kommunikationsfehler jedenfalls „eine Sauerei.“ Vier Minuten früher oder später könnten bei Einsätze nämlich einen enormen Unterschied bei Schäden und Verletzungen machen.

Die Woche brachte für die Floriani auch noch weniger dramatische Einsätze. So musste die FF Neufeld auch ausrücken, um ein Frettchen zu retten. Das Tier hatte sich in einer Dachrinne verfangen, konnte aber problemlos aus seiner misslichen Lage befreit werde.

Frettchen vom Dach und Kind aus Auto gerettet

Mit dem Stichwort „Kind im Auto“ wurden die Feuerwehrler am Montag zu einer Personenrettung gerufen. „Vor Ort wurde ein abgeschlossener Pkw vorgefunden, wobei der Schlüssel im Fahrzeug lag und das Kleinkind noch angeschnallt in seinem Kindersitz saß. Die Mutter erwartete die ersteintreffende Mannschaft bereits“, heißt es von der FF Neufeld. „Aufgrund der hohen Temperaturen wurde kurz versucht, das Auto gewaltfrei zu öffnen. Da dies aber nicht in angemessener Zeit gelang, wurde eine Scheibe des Fahrzeuges eingeschlagen und die erleichterte Mutter konnte ihre verängstigte aber unverletzte Tochter wieder in die Arme nehmen.“