1,36 Promill: Bei Rot in Auto gekracht

29-Jähriger saß alkoholisiert am Lenkrad und krachte in Eisenstadt bei roter Ampel in anderes Auto. 2600 Euro Geldstrafe.

Erstellt am 26. März 2021 | 04:34
Zwei Personen stehen vor Gericht
Symbolbild
Foto: APA (Symbolbild)

Fünf Bier und zwölf oder dreizehn Spritzer hatte der 29-jährige Angeklagte am Abend vor dem Verkehrsunfall getrunken.

Dann hatte er eine Schlaftablette geschluckt und war am Morgen des 17. September 2020 mit einem Alkoholpegel von 1,36 Promill aufgewacht.

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Trotzdem setzte er sich ins Auto, um zu seinem Arbeitsplatz im Bezirk Neusiedl zu fahren.

„Ich war zu spät unterwegs“, gab der Mann vor Richterin Daniela Berger zu.

Bei der Kreuzung B50/S31-Abfahrt sei die Ampel gerade auf Gelb umgesprungen, als er „gähnen oder niesen musste“. „Als ich wieder Sicht hatte, war es schon rot“, berichtete der Angeklagte.

Trotzdem passierte er die Kreuzung. Aus Richtung Schützen kommend, hatte sich eine 54-jährige Lenkerin aus dem Bezirk Eisenstadt zum Linksabbiegen auf die Schnellstraße eingeordnet. Bei Grün fuhr sie los. „Danach weiß ich nichts mehr“, berichtete die Frau vor Gericht. „Die Airbags rauchten, ich bekam keine Luft mehr.“

Linksseitig waren Schlüsselbein, Brustkorb, Hüfte und Sprunggelenk geprellt, die Lendenwirbelsäule gezerrt. „Ich hatte extreme Schmerzen“, erinnerte sich die Frau. Einen Monat lang war sie im Krankenstand.

Der Angeklagte bekannte sich schuldig. Die Richterin verurteilte ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 2600 Euro Geldstrafe. Nicht rechtskräftig.