Falschaussage zu Bluttat: Augenzeuge verurteilt. Augenzeuge einer Messerstecherei im Asylheim verurteilt. Mutmaßlicher Täter befindet sich noch in U-Haft.

Von Elisabeth Kirchmeir und Doris Fischer. Erstellt am 26. März 2017 (04:07)
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Symbolbild
Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)

Am 30. Jänner soll ein Asylwerber aus dem Iran mit einem Küchenmesser viermal auf einen Landsmann eingestochen und diesen schwer verletzt haben ( die BVZ hatte berichtet, siehe hier und unten). Ein Stich traf das Opfer in die Lunge. Er musste mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Urteil: Drei Monate Haft auf Bewährung

Der mutmaßliche Täter befindet sich noch in Untersuchungshaft. Bei einem Lokalaugenschein wurde der Tathergang rekonstruiert. Während der Prozess wegen Mordversuchs gegen den mutmaßlichen Täter noch bevorsteht, wurde vorige Woche ein Augenzeuge wegen falscher Beweisaussage und Begünstigung des Beschuldigten verurteilt.

Der Mann hatte nämlich vor der Polizei angegeben, dass er in der Tatnacht in seinem Zimmer in der Flüchtlingsunterkunft geschlafen habe und erst durch lautes Schreien munter geworden sei. Tatsächlich erlebte der Asylwerber jedoch den Mordversuch im hellwachen Zustand mit und soll gesehen haben, wie der Iraner auf das Opfer einstach.

Der Augenzeuge gab an, er sei eingeschüchtert gewesen und habe deshalb gelogen.

Richter Wolfgang Rauter verurteilte den Mann zu drei Monaten Haft auf Bewährung.