Verdächtiger nach Überfällen auf Wettbüros gefasst. Die Polizei hat drei Raubüberfälle auf Wettbüros in Eisenstadt und Fürstenfeld geklärt. Als Verdächtiger wurde ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Bruck an der Leitha festgenommen. Bei Hausdurchsuchungen wurden eine Softgun und geringe Mengen an Bargeld sichergestellt, berichtete die Polizei am Montag.

Von Redaktion, APA. Update am 09. April 2018 (15:05)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Nina Sorger

Nach den beiden Coups im Burgenland soll der Mann außerdem ein Wettlokal im steirischen Fürstenfeld ausgeraubt haben. 

Die Serie, für die der junge Täter verantwortlich gemacht wird, begann am 22. März: Kurz vor Mitternacht betrat ein Maskierter ein Wettbüro in der Mattersburger Straße und forderte von einer Angestellten Geld.

BVZ.at berichtete

Nicht einmal eine Woche später war das selbe Wettbüro erneut Schauplatz eines Überfalls. Der wiederum maskierte Täter soll dabei einen 18-jährigen Kunden mit einer Pistole bedroht haben, bevor er die Waffe gegen den 34-jährigen Kellner richtete und Geld forderte. Bei beiden Überfällen soll die Beute laut "Kurier" jeweils knapp über 1.000 Euro betragen haben.

"Money, Money, only big money!"

Dem Verdächtigen wird auch der Raub in einem Wettbüro im steirischen Fürstenfeld zur Last gelegt. Dort soll er am 31. März kurz nach Mitternacht von einem Angestellten "Money, Money, only big money!" verlangt haben, berichtete die "Kronen Zeitung". Erneut trat er mit rund 1.100 Euro Beute die Flucht an. Zum Verhängnis wurde dem Räuber offenbar, dass ein Privatdetektiv, der kurz nach dem Überfall in der Steiermark am Tatort vorbeifuhr, sich das Kennzeichen eines Firmenwagens aufschrieb, weil ihm dieser verdächtig vorkam.

Spielschulden als Motiv

Die Spur führte die Ermittler bis zu einer Firma nach Bruck an der Leitha, wo sie auf einen Mitarbeiter stießen, der sich in Widersprüche verwickelte. Der Niederösterreicher wurde am Freitagabend festgenommen. Bei Hausdurchsuchungen fanden die Kriminalisten eine Softgun in Form einer Pistole Walther P22. Es handelte sich um das selbe Modell, welches beim ersten Überfall in Eisenstadt zurückgelassen worden war. Durch dieses waren die Ermittler dem Verdächtigen auf die Spur gekommen. Die bei den Überfällen benutzte Kleidung hat der Beschuldigte nach eigenen Angaben verbrannt.

Der 20-Jährige gab alle drei Überfälle zu. Als Motiv nannte er Schulden aufgrund von Spielsucht. Den Großteil des Geldes hatte der Mann zur Tilgung der Schulden verwendet, einen Teil verspielte er. Laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt wurde am Montag die Untersuchungshaft über den 20-Jährigen verhängt.