Feuerwehren übten für den Ernstfall. Zwei Tage – zwei Großübungen der Feuerwehren des Bezirksfeuerwehrkommandos Eisenstadt-Umgebung.

Von Doris Fischer. Erstellt am 24. September 2019 (15:23)

Gleich zwei Katastrophenhilfsdienstübungen führte vergangenes Wochenende das Bezirksfeuerwehrkommando Eisenstadt-Umgebung durch. Auf dem Gelände des Tritolwerks, eines Übungsgeländes des Bundesheeres, fand am vergangenen Wochenende eine groß angelegte Feuerwehrübung des Bezirkes Eisenstadt-Umgebung statt.

An zwei Tagen wurden am Gelände des Tritolwerks in Eggendorf (Bezirk Wiener Neustadt) Szenarien, wie zum Beispiel Schrägseilbergung, Retten und Sichern aus Höhen, Trümmerkegel nach Gebäudeeinsturz mit drei verschütten Personen, Pölzen und Sichern von einsturzgefährdeten Objekten und Dammsicherung bewältigt.

Realistische Übung im Tritolwerk

Parallel dazu übte der Katastrophenhilfsdienst-Stab des Bezirksfeuerwehrkommandos Eisenstadt die Stabsarbeit. Das Besondere an der Übung ist laut Bezirksfeuerwehrkommando der nicht alltägliche Einsatzort. Optimal sei das Gelände für eine derartig großangelegte Übung durch seine Einzigartigkeit. Hier könne laut Feuerwehrexperten mit schweren Geräten geübt werden und man habe die Unterstützung des Bundesheeres.

Neben den Feuerwehren des Bezirkes nahmen an der Übung im niederösterreichischen Eggendorf auch Einsatzkräfte des Roten Kreuzes teil. „Wir konnten unter realistischen Bedingungen nicht alltägliche Szenarien abarbeiten und für die Zukunft lernen“, fasst Bezirksfeuerwehrkommandant Gerald Klemenschitz die Übung in Eggendorf zusammen.

300 Feuerwehrmänner nahmen teil

Zusätzlich fand am vergangenen Samstag eine Großübung unter dem Übungsszenario „Einsatzbereit an Schilf und Berg“ der Feuerwehren des Bezirkes gemeinsam mit den Sonderdiensten des Landesfeuerwehrverbandes, sprich des Flug- und Wasserdienstes sowie den Flugdiensten des Bundesministeriums für Inneres und des Bundesministeriums für Landesverteidigung statt.

„Dabei wurden Szenarien, wie Personenrettung aus dem Donnerskirchner Kanal, Schilfbrand, blockierte Fahrbahn durch Windwurf und die Suche nach einer vermissten Wandergruppe geübt“, beschreibt Günter Prünner, Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos Eisenstadt-Umgebung die Übung. Trainiert wurde die Situation eines Schilfbrandes, bei dem Personen auf einem verunglückten Ausflugsboot gerettet werden mussten.

An den beiden Übungen nahmen insgesamt 300 Feuerwehrleute von 28 Feuerwehren des Bezirkes mit 46 Feuerwehrfahrzeugen teil. Unterstützt wurde die Einsatzgruppe durch fünf Feuerwehrboote, zwei Hubschrauber sowie Sanitäter des Roten Kreuzes und des Samariterbundes.

Neben den Feuerwehreinsatzkräften waren auch Angehörige des Bundesheeres und der Polizei sowie eine Rettungshundestaffel im Einsatz, um für den Ernstfall zu üben und gerüstet zu sein. Sowohl die Einsatzkräfte als auch die Experten waren mit dem Ablauf der beiden Übungen des Bezirksfeuerwehrkommandos zufrieden.