Entführung: Polizei verfolgt "gute" Ermittlungsansätze. Das Verschwinden bzw. die mutmaßliche Entführung einer 88-jährigen Frau, die Unbekannte am Dienstagnachmittag auf offener Straße in Eisenstadt in ein Auto setzten und wegbrachten, hält im Burgenland weiterhin die Polizei auf Trab.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. Januar 2019 (07:41)
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Hier soll die Entführte angeblich gewohnt haben
Thomas Lenger/monatsrevue.at

(Wir hatten am Dienstagabend aktuell und laufend berichtet, siehe hier)

Bezüglich des Ermittlungsstandes hält sich die Exekutive nach wie vor bedeckt. Die Rede ist bloß von "Erfolg versprechenden Ansätzen", die man nicht gefährden wolle.

"Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen: Unsere Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Es gibt gute, Erfolg versprechende Ansätze, die Hoffnung machen", sagte Polizeisprecher Helmut Marban am Mittwoch zur APA. Es handle sich um "mehrere Ansätze", Details nannte Marban nicht.

Aus "ermittlungstaktischen Gründen" könne man derzeit zu dem Fall nicht mehr sagen. Alles, was ermittlungstechnisch möglich sei, habe man unternommen. Die Frau war am Mittwoch gegen 15.30 Uhr in der Esterhazystraße mit ihrer Pflegerin unterwegs, als zwei schwarze Limousinen anhielten. Eine Frau habe dann die Pflegerin weggeschubst. Die 88-Jährige sei in eines der Autos verfrachtet worden, die dann mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Bergkirche davongefahren seien. An der Tat sollen ein Mann und zwei Frauen beteiligt gewesen sein.

Die Polizei leitete nach dem Vorfall eine umfassende Fahndung im gesamten Burgenland ein, so Marban. Auch internationale Fahndungsmaßnahmen liefen an. Über die eingespielten Systeme trat die Exekutive in Kontakt mit den Polizeibehörden der Nachbarländer. Allein im Burgenland waren mehr als 100 Beamte fahndungstechnisch im Einsatz, schätzte Marban.

Die Ermittlungsansätze hätten sich schließlich auch aufgrund von Hinweisen, zu denen man jedoch keine nähere Auskunft geben könne, verdichtet. Angaben zur Identität des Opfers will man seitens der Exekutive aus Gründen des Opferschutzes und um die Ermittlungen nicht zu gefährden, weiter nicht machen.