Erweiterte Kurzwiese offiziell eröffnet. 2014 war die Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums Kurzwiese und des Bundesschülerheims begonnen worden. Nach vielen Hindernissen, wie Grundwasser in der Turnhalle und ein undichtes Dach, freut man sich nun über ausreichend Platz in modernen Räumen.

Von Nina Sorger. Erstellt am 24. Oktober 2018 (05:11)
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Besichtigung. Vize Günter Kovacs, Sandra Steiner von der Bildungsdirektion, Bernd Wiltschek von der BIG, Landeshauptmann Hans Niessl, Landtagspräsident Christian Illedits, Direktorin Karin Rojacz-Pichler, Landesrätin Astrid Eisenkopf, Klubobmann Géza Molnár und Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz.

Fünf Jahre nach Baubeginn konnte am Montag dieser Woche das Gymnasium Kurzwiese inklusive neuem Westtrakt und Dreifachturnhalle eröffnet werden. „Viele Schüler – von der ersten bis zur sechsten Klasse – kennen die Schule seit Jahren nur als Baustelle“, resümiert Direktorin Karin Rojacz-Pichler.

Weg voll Grundwasser und Sabotageakten

Denn der Weg dorthin – von der Planung 2013 über den Abbruch des alten Festsaales 2014 bis zur jetzigen Eröffnung – war von vielen Hindernissen geprägt. So wurde während der Bauarbeiten sechsmal in die Schule eingebrochen. Der Eintritt von Grundwasser durch die Bodenplatte der Turnhalle verursachte einen Schaden im sechsstelligen Eurobereich und führte zu einer Bauverzögerung um ein Jahr. Sabotageakte, wie angebohrte Spülkästen, verursachten weitere Schäden und Verzögerungen.

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2014. Der alte Festsaal wurde abgerissen. Karin Rojacz-Pichler mit Landeshauptmann Hans Niessl und dem damaligen Landesschulratspräsidenten Gerhard Resch.

Und erst Anfang September, am ersten Schultag lösten sich während der Begrüßung der Schüler Deckenplatten im Festsaal – denn: „Das Dach ist undicht, und man findet den Fehler nicht“, weiß Rojacz-Pichler. Dennoch ist sie zufrieden: „Man sagt ja immer, der Raum ist der dritte Pädagoge. Es ist ein ganz anderes Arbeiten in den neuen, hellen Räumen. Wir merken, wie positiv sich das neue Raumklima auf die Schüler auswirkt“, freut sie sich.

Der bestehende Bau wurde um einen viergeschoßigen Zubau – an der Stelle des abgerissenen ehemaligen Professorenhauses und des Turnsaales – mit einer Nettogrundfläche von rund 3.600 Quadratmetern und Verbindung zum Bestand erweitert. Hier finden jetzt 16 Stammklassen und sieben Sonderunterrichtsräume, Zentralgarderobe, Bibliothek und eine Dreifachturnhalle Platz.

Im Untergeschoß wurde ein modern ausgestattetes Lern- und Informationszentrum geschaffen, die ebenfalls zum Teil unterirdische Dreifachturnhalle verfügt über eine direkte Anbindung an die Außensportanlagen. Darüber wurde der neue vom Parkplatz gegenüber dem Landhaus in die Bürgerspitalgasse verlegte Eingangsbereich mit großzügigem Vorplatz und einem Mehrzwecksaal mit Terrasse gestaltet.

Investitionsvolumen: 30 Millionen Euro

Das bestehende Schulgebäude wurde umfassend saniert. Zu den Maßnahmen zählen die Neuanordnung der Räume, die Erneuerung aller Böden, technischen Anlagen und des Brandschutzes sowie die thermische Sanierung mit neuen Fenstern und neuer Gebäudehülle. Das gesamte Gebäude präsentiert sich nun technisch auf dem neuesten Stand und barrierefrei. Der gesamte Umbau erfolgte bei laufendem Unterricht, als zwischenzeitliche Ausweichquartiere dienten 16 Container.

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2017. Der Neubau der Schule ist so gut wie fertig, nachdem die Bodenplatte der Turnhalle neu gemacht werden musste.

Im laufenden Schuljahr besuchen 1.244 Schüler das Gymnasium Kurzwiese, sie werden von 130 Lehrern unterrichtet. Bauherr des Projektes war die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), für die Generalplanung zeichneten AT4 Architekten ZT verantwortlich. Das Investitionsvolumen für das Gymnasium und die Sanierung des Bundesschülerheims beläuft sich auf 30 Millionen Euro.