„Fanny“ und der Wohnungsbau. Die vierte Stadtbuslinie wurde vergeben. Gemeindegrund im Rosental für 1,2 Millionen Euro verkauft – das stieß auf Kritik.

Von Nina Sorger. Erstellt am 04. Juli 2018 (05:02)
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Präsentiert. Bürgermeister Thomas Steiner, Gemeinderätin Ruth Klinger-Zechmeister und Baudirektor Werner Fleischhacker stellten vormittags die vierte Stadtbuslinie „Fanny“ vor.  
Nina Sorger

Die vierte Stadtbus-Linie „Fanny“, die geplante Leichtathletikanlage sowie ein großer Grundstücksverkauf waren die Hauptthemen in der Sitzung des Eisenstädter Gemeinderats am Montag.

„Fanny“, die ihren Namen durch Einbindung der Bevölkerung erhielt, geht mit dem Fahrplanwechsel 2018/19 in Betrieb. „Fanny wird, ausgehend vom Bahnhof, zuerst Richtung St. Georgen fahren und dann über die Innenstadt und den Oberberg in Richtung Kleinhöflein der Linie Vitus entgegenfahren. Die neue Linie umfasst insgesamt 36 Haltestellen, davon sind 16 neu“, berichtet Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP).

Dagegen. Anja Haider-Wallner (Grüne) und Géza Molnár (FPÖ).
BVZ

Die Kosten für den Betrieb des Stadtbusses belaufen sich derzeit auf rund 320.000 Euro im Jahr für die bestehenden drei Linien, mit „Fanny“ kommen weitere 113.000 Euro dazu. Die Vergabe der vierten Linie an das Busunternehmen Partsch wurde einstimmig beschlossen. Ebenfalls zur Diskussion stand ein Grundsatzbeschluss zur Errichtung der neuen, bundesbewerbstauglichen Leichtathletikanlage (die BVZ berichtete). Um das Gebiet verkehrstechnisch zu erschließen, soll eine kleine Eisenbahnkreuzung zwischen E_Cube und Bundesamtsgebäude aufgelassen werden.

Für Grundstücksverkauf. Günter Kovacs und Renée Wisak (SPÖ).
BVZ

In Sachen Wohnungsbau könnte sich in den kommenden Jahren einiges in der Landeshauptstadt tun, denn die Stadtgemeinde will den ehemaligen Sportplatz unterhalb der NMS Rosental – ein Areal von rund 4.000 Quadratmetern – an einen privaten Investor verkaufen, der Wohnungen und Reihenhäuser errichten möchte. Der Grundverkauf spült 1,2 Millionen Euro in die Gemeindekasse. Vize Günter Kovacs dazu: „Damit ist ein gutes Geschäft gelungen, das allen Beteiligten etwas bringt.“ Anders sah dies Anja Haider-Wallner (Grüne): „Das ist eines der letzten Grundstücke der Stadtgemeinde. Wir können es nicht gutheißen, dass hier Familiensilber verhökert wird.“ Die Grünen stimmten, wie auch die FPÖ, gegen den Verkauf, der mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ beschlossen wurde.