Historische Ansichten: Vom Café zum Optiker. Das Haus an der Ecke zur Fanny-Elßler-Gasse hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich, lange war es ein Café.

Von Redaktion Eisenstadt. Erstellt am 27. Oktober 2019 (05:22)
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Ein Haus mit wechselnder Geschichte ist das Haus an der Ecke von Hauptplatz (früher Herrengasse) und Fanny Elßler-Gasse.

1761 kam Joseph Haydn an den Hof der Familie Esterházy und wohnte in diesem Gebäude bis zum Kauf seines eigenen Hauses in der Klostergasse (heute Haydngasse). Von 1867 bis 1918 bestand das „Cafe Ludwig“, danach wurde das Haus von der neu gegründeten Eisenstädter Filiale der Depositen-Bank übernommen und neu adaptiert.

Das Café, nunmehr von Herrn Weninger betrieben, blieb erhalten. Nach dem Bankenkrach wurde wieder ein Kaffeehaus daraus, nämlich das „Cafe Weiner“, auch „Zentralkaffee“ genannt. Später hieß es „Cafe Central Weiner“. Bis 1938 war das Cafe ein beliebter Treffpunkt für jung und alt, es gab abwechselnd „Zigeuner“- und auch andere lebende Tanzmusik. Ab 1938 übernahm eine neue Betriebsführung den Betrieb als „Cafe Ostmark“.

Erst Café, dann Putzerei, seit 2017 Optik Oswald

Nach 1945 übernahm der letzte Pächter Willi Fetty. Mit seinem Ausscheiden 1956 war das Schicksal des Kaffeehauses besiegelt, es wurde als Selbstbedienungsladen an die Firma Meinl vermietet. In den 1960er-Jahren beherbergte das Haus in dem Teil, in dem heute „Eduscho“ untergebracht ist, die Putzerei „Susi“.

Im rechten Teil, in dem seit 2017 „Optik Oswald“ unterbebracht ist, war davor das Modegeschäft „Tom Tailor“, davor „Foto Niedermayer“.