Kindergarten statt Mathe: Duo für Kleinhöfleins Kleine. Einen ungewöhnlichen Beruf hat Anton Stricker gewählt: Er ist Kindergärtner in Kleinhöflein.

Von Doris Fischer. Erstellt am 19. Juli 2018 (06:23)
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Im Dienst. Anton Stricker und Stephan Sorger (vorne, v.l.) lieben ihren Beruf und sind sich ihrer Verantwortung bewusst.
Verena Eiweck

Keinen anderen Beruf kann sich Anton Stricker vorstellen: Er ist Kindergärtner in Kleinhöflein. „Ich habe schon immer gerne mit Kindern gearbeitet“, begründet er seine Berufswahl.

„Wurde sehr gut aufgenommen“

Ursprünglich studierte er an der Pädagogischen Hochschule Mathematik und Sport. „Nach eineinhalb Jahren habe ich gemerkt, dass mir der Kontakt zu den Kindern fehlt“, erzählt der 25-jährige Kindergärtner. Kurzerhand hat er das Lehramtsstudium geschmissen und hat das Kolleg in Wiener Neustadt besucht.

Schon bei der Aufnahmeprüfung habe ich bemerkt, dass es das Richtige für mich ist. „Ich bastle, singe und turne gerne“, schildert er seine ersten Eindrücke. Ende Jänner ist Anton Stricker mit seiner Ausbildung fertig geworden und hat sofort einen Job im Kindergarten Kleinhöflein gefunden.

Dort ist er nicht der einzige Mann, denn unterstützt wird er von Kindergartenhelfer Stephan Sorger. Schwierigkeiten mit den vorwiegend weiblichen Kollegen oder den Eltern gab es für ihn nicht. „Ich wurde sofort akzeptiert und sehr gut aufgenommen“, erzählt er. Derzeit ist er als Springer im Kindergarten beschäftigt.

Kindergärtner als als Vorbild

„Wo ich gebraucht werde, werde ich eingesetzt“, zeigt sich der 25-Jährige über seine Berufswahl zufrieden, obwohl ihn anfangs seine Freunde schon ein bisserl belächelten.

„Ich bin sehr froh über unseren Kindergärtner und hoffe, dass sich viele junge Männer ein Vorbild an ihm nehmen und auch den Beruf des Kindergartenpädagogen erlernen. Eine männliche Bezugsperson macht in vielerlei Hinsicht Sinn und bringt viele pädagogische Vorteile mit sich“, merkt sein Chef, Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP), an.