Retten ist Familiensache

Die Kleinhöfleiner Familie Gruber ist seit rund fünf Jahren ehrenamtlich im Einsatz für das Rote Kreuz in Eisenstadt.

Erstellt am 30. April 2020 | 03:09
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vater tochter rotes kreuz
Doppel-Einsatz. Tanja Gruber ist seit 2016 im Einsatz für das Rote Kreuz. Vater Martin schon seit 2015. „Die Idee dazu hatte aber ich“, betont Tanja augenzwinkernd.
Foto: Denise Jandl

„Idee war es eigentlich meine“, lacht Tanja Gruber nur über die etwas blauäugige BVZ-Frage, ob sie wegen ihrer Eltern ehrenamtlich bei der Rettung aushilft. Ein Freund hatte sie und ihre Zwillingsschwester Sandra 2015 auf die Idee gebracht, „aber da waren wir noch zu jung“, erklärt die heute 21-Jährige. Da kamen die Eltern der beiden ins Spiel: „Denen hat die Idee so gut gefallen, dass sie die Ausbildung zum Ehrenamtlichen Rettungssanitäter gemacht haben. Bei uns war es dann ein Jahr später so weit.“

Wie das so ist, mit dem Papa den Dienst zu versehen? „Eigentlich ganz angenehm“, gibt Tanja die für junge Menschen doch eher ungewöhnliche Antwort und lacht: „Er gibt mir immer etwas von seinem Mittagessen.“ Aber im Ernst: „Ich kenne seine Fähigkeiten und weiß worauf ich mich verlassen kann.“

Das ist gerade in Corona-Zeiten ein starker Pluspunkt. Es sei zwar jetzt schon deutlich weniger los, meint Tanja, aber wenn ein Einsatz ansteht, dann ist es meist ernst. „Wir haben ein genaues Protokoll: Erst stellen wir Fragen, etwa ob der Patient Fieber hat oder ihm schlecht ist. Falls er eine Frage positiv beantwortet, müssen wir uns sofort Schutzkleidung anziehen. Es wird kein Patient mehr ohne Handschuhe angegriffen!“ Höhepunkt ihrer Retterinnen-Karriere war ein Flug im Rettungshubschrauber – ohne Eltern.