Wirbel um brennendes Kreuz bei Krampuslauf. Eisenkreuz wurde bei Krampuslauf angezündet. Nach Passantenbeschwerden gibt es künftig keine Krampusläufe in Eisenstadt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. Dezember 2018 (05:21)
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Krampusse zündeten ein Kreuz an.

Ein Krampuslauf in der Landeshauptstadt sorgte am vergangenen Sonntag für Unmut – vor allem in sozialen Medien, wie Facebook.

Zum Abschluss der Show wurde nämlich ein großes Eisenkreuz angezündet. Ein Akt, den mehrere Zuschauer „pietät- und geschmacklos“ fanden. „Soll das den Sinn von Weihnachten veranschaulichen? In welcher Zeit leben wir?“, machte eine Facebook-Userin ihrem Ärger in einem Post an Bürgermeister Thomas Steiner Luft.

„Frei erfundenes Showelement“

Sowohl die Stadtgemeinde als auch der Krampusverein reagierten umgehend. Seitens des Vereins erklärt der Obmann: „Wir distanzieren uns von den Vorwürfen, dieses Showelement stände in Verbindung mit dem Ku-Klux-Klan oder dergleichen.“

Es handle sich um ein „frei erfundenes Showelement, das wir auch schon bei anderen Shows aufgeführt haben und das keinen kirchlichen oder politischen Hintergrund hat. In Österreich ist bei Sonnwendfeuern und zu Ostern das Element, ein Kreuz zu verbrennen, verbreitet, hier regt sich niemand auf. Bei der Show selbst gab es keine Vorwürfe, viele haben sich nur über soziale Medien eine Meinung gebildet, ohne unseren Auftritt gesehen zu haben. Auch wenn wir über die Vorwürfe überrascht sind, wollten wir niemandem zu nahe treten und es tut uns leid, dass wir uns verkalkuliert haben. Wir werden dieses Showelement in Zukunft nicht mehr aufführen“, so der Obmann.

Die Stadtgemeinde zieht daraus indes Konsequenzen: „Die Kritik ist vollkommen berechtigt und ich bedauere diese Sache sehr. Nachdem diese Perchten-Gruppe in den letzten Jahren anwesend war und keine derartigen Vorfälle passierten, bin ich davon ausgegangen, dass auch in diesem Jahr alles in Ordnung sein würde“, lässt Bürgermeister Steiner wissen: „Aus der Erfahrung des heutigen Jahres wird eine ganz klare Konsequenz gezogen: Es wird künftig in Eisenstadt im Rahmen des Christkindlmarktes keine Auftritte von Perchten mehr geben.“

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