Matura: „Eh wie erwartet“. Im größten Gymnasium des Landes, dem BG/BRG/BORG Eisenstadt Kurzwiese endete die Schulzeit für fast hundert Schüler vergangene Woche mit der schriftlichen Reifeprüfung.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 05. Juni 2020 (05:49)
Reifeprüfung. Benjamin Iby und seine Schulkollegen legten vergangene Woche die Matura ab.
zVg

Trotz der ungewöhnlichen Situation in den Schulen stand vergangene Woche für die Abschlussklassen im Land die Matura am Kalender — Corona-bedingt heuer nur in schriftlicher Form und nur in drei Fächern statt vier oder fünf.

Einer der Maturanten, Benjamin Iby, hat vergangene Woche im Gymnasium Kurzwiese in der Landeshauptstadt seine Reifeprüfung abgelegt. Trotz Corona gab es „keine Überraschungen, es war eigentlich eh wie erwartet“, so der Maturant — der übrigens noch nicht weiß, ob er positiv ist. Das erfahren alle Schüler erst am 8. Juni, wenn die zentral vorgegebenen Aufgaben vom Ministerium ausgewertet wurden.

Besonders schwer war für ihn und seine Kollegen die Mathematik-Matura. „Wir haben als Vorbereitung die Beispiele vom Vorjahr gerechnet, im Gegensatz dazu waren die Aufgaben heuer definitiv schwieriger“, erzählt der Schüler des sogenannten „Corona-Jahrgangs“ der BVZ. Für Verwunderung sorgte dagegen, dass bei der Deutsch-Matura das Thema Tourismus ausgerechnet am Beispiel Ischgl behandelt wurde. Allerdings ohne Corona-Kontext, die Angaben seien noch vor der Krise zusammengestellt worden, heißt es dazu vom Bildungsministerium.

Die Endnote setzt sich heuer jeweils zur Hälfte aus der Matura- und der Jahresnote zusammen. Wer also einen Dreier im Zeugnis stehen hatte, konnte einen leeren Zettel abgeben und wäre trotzdem positiv. Im Gegensatz zu anderen Schulen habe aber in der Kurzwiese niemand diesen Planungsfehler ausgenutzt: „Man kann dabei nur verlieren. Da wäre es in meinen Augen blöd, wenn man es nicht zumindest versucht“, beweist der Maturant seine Reife.

Offen ist jedoch noch die Frage, wie es heuer um einen weiteren wichtigen Bestandteil der Matura steht: Die anschließenden Feiern. „Da haben wir noch keine Infos, nur dass es generell erlaubt ist zu feiern. In welchem Rahmen und mit welchen Maßnahmen weiß man noch nicht.“