Neuer Musikschul-Direktor Ivancsits: „Für alles offen“. Martin Ivancsits wird neuer Direktor der Zentralmusikschule. Er will die Vielfältigkeit der Musikrichtungen noch weiter entwickeln.

Von Redaktion Eisenstadt. Erstellt am 12. August 2019 (06:14)
Neu. Martin Ivancsits folgt Renate Bedenik nach (ihr Portrait siehe BVZ 22/2019).
Albert Kugler

In Martin Ivancsits hat die Zentrale Musikschule Eisenstadt und Hornstein (ZMS) ab September einen neuen Direktor gefunden. Der zweifache Vater tritt die Nachfolge von Renate Bedenik an, sie hat die ZMS 37 Jahre lang geleitet. „Es ist ein Privileg, die gute Arbeit von Frau Bedenik weiterführen zu dürfen“ lobt der Wulkaprodersdorfer seine Vorgängerin.

Ivancsits wird für insgesamt 40 Lehrende und etwa 1.350 Schülerinnen und Schüler verantwortlich sein. Ihm liegt vor allem das bereits bestehende, vielfältige Angebot der Schule am Herzen: Neben Bläserklassen und Streichorchester, gibt es viele Projekte und Möglichkeiten im Bereich Jazz, Pop und Rock. Zusätzlich dazu setzt er auf Kooperationen: „Wir möchten eine enge Zusammenarbeit mit dem Burgenländischen Blasmusikverband (BBV) etablieren, Synergien mit dem Josef Haydn- Konservatorium nutzen und einen Fokus auf Tamburizza Musik legen.“ Es sei wichtig, am lokalen Kultur-Leben teilzunehmen, um die Präsenz der Musikschule zu stärken“, erklärte er der BVZ seine Strategie.

Am Anfang war die Trompete

Sein eigener musikalischer Werdegang begann mit einem Verwandtenbesuch in Niederösterreich. Als Kind durfte der heute 44jährige dort erstmals die Trompete ausprobieren und war davon so nachhaltig beeindruckt, dass er sofort selbst damit beginnen wollte.

Nach ersten Erfahrungen mit dem damaligen Wulkaprodersdorfer Kapellmeister Johann Dragschitz besuchte er erst das Haydn-Konservatorium, dann das Musikgymnasium Oberschützen. Doch Ivancsits packte der Wissensdurst: Noch während seiner Schulzeit begann er mit dem Trompetenstudium an der Universität für Musik in Graz, das er mit 24 abschloss.

Privat ist Ivancsits sportlich: Neben Laufen und Radfahren erholt er sich bei Spaziergängen mit dem Familienhund.

Auf ein bestimmtes Musikgenre will er seine privaten Hörgewohnheiten übrigens nicht limitieren: „Ich höre alles von Ö1 bis Ö3. Es ist mir sehr wichtig, offen zu sein“, so der zukünftige Direktor. Und Live-Musik? „Die wichtigsten Konzerttermine im Burgenland sind für mich natürlich die Seefestspiele Mörbisch.“ Wo er auch selbst zu hören ist.

BVZ

Reinhold Woditsch bloggt (der Artikel-Autor) auf PusztaVibes.at über das Burgenland.