Achtung: Betrugsversuche durch Telefonanrufe. Ein unbekannter Anrufer der sich als Polizist ausgab versuchte in Eisenstadt  und Sankt Georgen am Leithagebirge mehreren älteren Frauen Bargeld zu entlocken.

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 12. Juli 2019 (08:33)
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Unbekannte Täter haben am Donnerstagnachmittag mit einer altbekannten Masche versucht, vier älteren Frauen im Burgenland am Telefon Geld herauszulocken. Ein Anrufer gab sich als Polizist aus und versuchte - vergeblich - in Eisenstadt und Sankt Georgen am Leithagebirge, den Opfern weiszumachen, sie müssten bis zu 65.000 Euro bezahlen, damit ihre Tochter bzw. Schwiegertochter nicht eingesperrt wird.

Der falsche Polizist hatte mit unterdrückter Telefonnummer die Seniorinnen angerufen und behauptet, die Tochter bzw. Schwiegertochter hätte einen Unfall gehabt. Sie würde nun dringend Geld benötigen, sonst würde sie dem Richter vorgeführt und ins Gefängnis gesteckt werden. Im Anschluss daran wurde das Telefon an eine Frau weitergegeben, die kein Wort sprach, sondern nur in den Hörer weinte und wimmerte.

Danach übernahm wieder der Mann das Gespräch und wiederholte, dass die Tochter bzw. Schwiegertochter dringend Geld benötige. Verlangt wurden von dem Mann - je nach Fall unterschiedlich - Beträge in der Höhe von 28.000 bis zu 65.000 Euro. Eine der älteren Damen brach das Gespräch sofort ab, bei allen Anrufen blieb es beim Versuch, es kam zu keiner Geldübergabe.

Auch im Bezirk Neusiedl am See wurden diese Woche bereits vier ähnliche Fälle angezeigt. In Halbturn, Illmitz und zweimal in Podersdorf gab es ebenfalls derartige Anrufe. Auch hier wurde sofort mit der Polizei Kontakt aufgenommen, es entstand kein Schaden.

Die Landespolizeidirektion wies am Freitag darauf hin, dass solche Gespräche sofort abzubrechen seien. Polizisten würden niemals am Telefon Geld verlangen. Mit den echten Verwandten solle man sofort Kontakt aufnehmen und sich niemals zu Geldübergaben überreden lassen.

Empfehlung der Kriminalprävention

Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldaushilfen gefordert werden sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden. Kontaktieren Sie den "vermeintlichen" Verwandten, indem Sie ihn unter jener Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden. Bestehen Sie auf ein persönliches Treffen und geben Sie sich nicht mit einer "Vertretung" zufrieden.

Lassen Sie in Ihr Haus oder ihre Wohnung niemanden, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die Gegensprechanlage oder verwenden sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.

Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen.

Notieren Sie sich - sofern möglich - Autokennzeichen und Marke, Type sowie Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges.

Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle (Notruf 059133).