Skater bei Unfall verstorben: Trauer um 16-Jährigen. Die Landeshauptstadt trauert nach einem tragischen Vorfall im Schlosspark. Ein Schüler des Pannoneums stürzte mit seinem Skateboard am Heimweg schwer und starb noch am Unglücksort.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 04. Juni 2020 (05:09)

Im Eisenstädter Schlosspark kam es letzte Woche in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu einem tragischen Unfall. Ein 16-Jähriger stürzte mit seinem Skateboard und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Der Verunglückte war mit Freunden Skateboard fahren, anschließend feierten die Burschen noch im Schlosspark. Gegen Mitternacht trennten sich die jungen Skater. Als Einziger der Gruppe musste der 16-Jährige den Weg am Freibad vorbei nehmen, wo sich auch der tragische Unfall ereignete. Auf dem steilen Weg kam er mit seinem Skateboard zu Sturz. Der Untergrund ist an der spärlich beleuchteten Stelle mit Kieselsteinen und Tannenzapfen gesät und daher auch für sehr geübte Skateboarder keinesfalls empfehlenswert. Dort dürfte so unglücklich gefallen sein, dass er sich beim Aufprall einen Genickbruch zuzog.

Gefunden wurde er erst am folgenden Morgen von einer vorbeikommenden Spaziergängerin. Diese war gerade im Park unterwegs, als sie den Burschen beim Freibad am Weg fand. Da sie kein Telefon bei sich hatte und auch sonst niemand in den frühen Morgenstunden in der Nähe war, konnte sie erst von zuhause aus die Rettung verständigen. Beim Eintreffen konnte der Notarzt jedoch nur noch den Tod feststellen. Allerdings wäre auf Grund der Schwere der Verletzung auch raschere Erste Hilfe wohl vergeblich gewesen.

Freunde gedachten an der Unglücksstelle

Der viel zu frühe Tod des Pannoneum-Schülers hinterließ Spuren. Freunde, Schulkollegen und Skater errichteten an der Unglücksstelle beim Freibad ein Marterl für den Verstorbenen. Beschriftete Skateboards, Blumen, Kerzen, eine schwarze Fahne, Fotos und andere Andenken erinnern an den 16-Jährigen und geben der Trauer der Hinterbliebenen Platz. Am Tag nach dem Unfall fanden sich zahlreiche Menschen an der Unfallstelle ein und hielten eine spontane Gedenkfeier ab. Auch fast eine Woche später wächst das Denkmal weiter und regelmäßig finden sich Freunde und Verwandte ein um sich zu verabschieden. Auch am Skatepark beim E_Cube wurden schwarze Fahnen als Zeichen der Trauer gehisst.

Unfälle und Stürze stehen beim Skateboard fahren an der Tagesordnung, zu so ernsten Verletzungen kommt es jedoch äußerst selten.