Spielplatz und Geld im Gemeinderat. Beschlossen wurden der Austausch von 3.000 Lampen und eine Förderung für Parteien. Der Indoorspielplatz startet im April.

Von Nina Sorger. Erstellt am 07. Februar 2018 (05:09)
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Teamarbeit. Steiner und Kovacs sind sich bei LED und Subvention einig.
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Um zu sparen wurde Anfang der Woche im Gemeinderat beschlossen, dass im gesamten Stadtgebiet rund 3.000 Lichtpunkte auf LED umgerüstet werden. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt 1,1 Millionen Euro.

Für die Umstellung erhält die Stadt Bundes- und Landesförderungen in Höhe von insgesamt 148.576 Euro. Finanziert wird das Projekt mittels Kredit. Vonseiten der Stadt geht man davon aus, dass der Stadthaushalt – trotz Finanzierung – Jahr für Jahr um rund 100.000 Euro entlastet wird.

Rechnung. Molnár zieht Schlüsse zwischen LED und Förderung.
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„LED-Leuchtmittel benötigen deutlich weniger Energie. Der Stromverbrauch reduziert sich durch die Umstellung massiv. Jährlich werden mehr als 260 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht dem Verbrauch von über 200 Haushalten“, so Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP).

Auch Vizebürgermeister Günter Kovacs (SPÖ) sieht in der Umstellung Vorteile: „Ich unterstützte die Umstellung auf LED, weil sie sich nachhaltig auf das Budget und die Umwelt auswirken wird. Durch die gute, parteiübergreifende Zusammenarbeit konnte so ein Vorteil für die Stadt erzielt werden.“

Weiters wurde im Gemeinderat eine Parteienförderung in Summe von 40.000 Euro jährlich — nach heftiger Debatte — mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ beschlossen. FPÖ-Obmann Géza Molnár sieht zwischen Parteienförderung und LED-Beleuchtung einen Zusammenhang.

Indoorspielplatz im Gasthaus Eder

„Manchmal machen neue Schulden auch Sinn. So könnte es etwa in Bezug auf die LED-Umstellung sein. Könnte, wie ich betone“, so Molnár und spielt damit auf die rund 100.000 Euro an, mit denen das jährliche Einsparungspotenzial infolge der Umstellung auf LED beziffert wird. Molnár hat ein Rechenmodell aus Kreditkosten und Einsparungen aus den LED erdacht, welches jährlich einen Überschuss von 40.000 Euro darstellt.

Molnár: „Was Steiner und Kovacs als großen ‚Bonus‘ für Bürger und Budget verkaufen, ist einzig und alleine ein ‚Bonus‘ fürs eigene Parteikonto.“ Bürgermeister Steiner dazu: „Diese Interpretation ist völlig falsch!“

Im April wird es soweit sein: In der Fußgängerzone wird auf 250 Quadratmetern für Kinder zwischen einem und zwölf Jahren ein Indoorspielplatz eröffnet. Ein großer Abenteuerturm mit Rutsche und Bällebad, eine Kletterwand, ein eigener Kleinkindspielbereich, Bobbycars, Mal- und Leseecke, Lern- und Motorikspielen stehen den Kindern zur Verfügung. Zu Beginn der Sitzung wurde Gerda Török nach fünf Jahren Probezeit nun unbefristet zur Magistratsdirektorin der Freistadt bestellt.