Stadtbus-Haltestellen bekommen Echtzeit-Anzeige. Fahrgäste des Eisenstädter Stadtbusses können bald bei den Haltestellen ablesen, wann der nächste Bus kommt. Die erste Echtzeit-Anzeige sei bereits bei der Station Bahnhof in Betrieb genommen worden, neun weitere sollen folgen, sagte Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) am Donnerstag.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 07. September 2017 (14:15)
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Stadtgemeinde Eisenstadt

Ende 2018 sollen dann alle 60 Stadtbus-Haltestellen mit Echtzeit-Anzeigen auf E-Paper-Basis ausgestattet sein. Die Echtzeitanzeigen basieren auf einem E-Paper-System, haben ein A4-Format und seien bei jeder Sonneneinstrahlung und aus jedem Blickwinkel gut lesbar.

"Das Eisenstädter Projekt mit 60 E-Paper-Anzeigen ist das mit Abstand größte Stadt-Projekt in Europa. In Wien, Graz, Linz, Dresden, London und der Schweiz gibt es ähnliche Projekte, jedoch in weit kleinerem Umfang", erläuterte Gerhard Urban, Geschäftsführer des Unternehmens next urban technologies GmbH, das sich mit dem Einsatz von dynamischen Fahrgastinformation auf E-Paper-Basis befasst.

Müllner

Diese Vorhaben würden nicht von den Kommunen selbst umgesetzt, sondern zum Teil von großen Unternehmen oder mit mehreren Partnern, was sehr lange Entscheidungsprozesse mit sich bringe. "Es dauert oft Jahre, bis das erste E-Paper tatsächlich an einer Haltestelle hängt", meinte Urban.

Vierte Linie startet zum Fahrplanwechsel 2018/19

Beim Projekt in Eisenstadt gibt es eine Kooperation mit den ÖBB, Postbus und VOR, berichtete Steiner. An allen Haltestellen, die der Stadtbus gemeinsam mit Regionalbussen benützt, werden nun auch die Ankunftszeiten dieser Busse angezeigt. Mit der App "AnachB" könne man sich die Echtzeitdaten auf sein Smartphone holen und jederzeit schauen, wann der nächste Bus fährt und ob dieser Verspätung hat. Außerdem verfügen alle Haltestellen mit E-Paper auch über gratis WLAN.

Der Eisenstädter Stadtbus wurde im Dezember des Vorjahres in Betrieb genommen. Das Projekt erhielt kürzlich den burgenländischen Mobilitätspreis 2017. Eine vierte Linie, die gegenläufig geführt werden soll, ist derzeit in Planung. Sie umfasst 30 Haltestellen, davon müssen zehn neu errichtet werden. Die Inbetriebnahme soll zum Fahrplanwechsel 2018/19 erfolgen, kündigte der Bürgermeister an.