Tierheim Sonnenhof am Weg zur Normalität. Das Tierschutzhaus Sonnenhof in Eisenstadt bereitet sich auf die Rückkehr zur Normalität vor.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 30. Mai 2020 (14:32)
Sonnenhof

Das Tierheim sei gut durch die Coronakrise gekommen: "Trotz der anfänglich besorgniserregenden Prognosen, was erhöhten Zustrom von Tieren von durch die Pandemie betroffenen Menschen betrifft, blieb ein Ansturm auf das Tierheim aus", so Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ) am Samstag.

Wegen der Entwicklung der Covid-19-Pandemie hätten ab Mitte März österreichweit in Tierheimen keine Übergaben mehr stattgefunden. Das Burgenland habe andere Wege beschritten. Der Besucherverkehr sei auf das notwendige Maß beschränkt worden: Besuche und Hunde-Spaziergänge wurden eingestellt, die Vermittlungstätigkeit sei aber - unter Einhaltung entsprechender Sicherheitsvorkehrungen und verstärkter Nutzung von Telekommunikation im Vorfeld - fortgeführt worden.

Befürchtungen, es könnten vermehrt Tiere aus Angst vor einem möglichen Ansteckungsrisiko in Tierheimen abgegeben oder gar ausgesetzt werden, hätten sich nicht erfüllt. "Die Zahl behördlich zugewiesener Fundtiere und abgenommener bzw. beschlagnahmter Tiere war seit Beginn der Covid-19-Pandemie konstant und insgesamt geringer als im Vergleichszeitraum des letzten Jahres", erläuterte der Leiter des Sonnenhofs, Wolfgang Böck.

Die Anzahl der im Tierheim täglich anwesenden Mitarbeiter sei in den vergangenen Wochen auf ein notwendiges Maß beschränkt worden. Bei der täglichen Beschäftigung der Tiere wurde das Sonnenhof-Team zunächst von freiwilligen Mitarbeitern - vornehmlich Tiertrainerinnen und langjährigen, erfahrenen Tierpaten - unterstützt, beschrieb Eisenkopf. In einem weiteren Schritt sei nach Art eines Schleusensystems eine Möglichkeit zur kontaktlosen Übergabe und Übernahme für Hunde geschaffen worden.

Meldungen aus anderen Bundesländern über vermehrte Anfragen nach Tieren im Zusammenhang mit der Krise hätten sich im Sonnenhof nicht bestätigt. Dieser setze seit jeher auf ein ausgedehntes Vergabeverfahren mit Fokus auf persönlichen Kontakt und das Gespräch mit den künftigen Tierhaltern. Fernvermittlungen würden nicht durchgeführt, wurde betont. Diese Vorgehensweise habe sich gerade in den vergangenen Monaten bewährt.

"Seit Beginn der Coronakrise haben nahezu alle im Sonnenhof lebenden Katzen sowie zahlreiche Hunde - darunter auch einzelne schwer vermittelbare Tiere - ein neues Zuhause gefunden", berichteten Eisenkopf und Böck. Vorrangiges Ziel ist es nun, schrittweise zur Normalität zurückzukehren und interessierten Menschen wieder einen möglichst ungehinderten Besuch des Tierschutzhauses zu ermöglichen.