Eisenstadt

Erstellt am 05. Dezember 2018, 05:50

von Nina Sorger

„Umstrukturierungen“: SPÖ-Stadträtin Wisak tritt zurück. Nach Günter Kovacs geht nun auch SPÖ-Stadträtin Renée Wisak – „aufgrund von Umstrukturierungen“.

Rückzug und Aufstieg. Renée Wisak (links) will im Februar ihre Funktionen im Gemeinderat zurücklegen, Lisa Vogl (rechts) wird als neue SPÖ-Vizebürgermeisterin gehandelt. Fotos: Sorger  |  Nina Sorger (Collage BVZ)

Nach der Rücktrittsankündigung von Eisenstadts SPÖ-Vizebürgermeister Günter Kovacs in der Vorwoche dreht sich das Personalkarussell in der SPÖ Eisenstadt weiter.

Geht. Renée Wisak will im Februar ihre Funktionen im Gemeinderat zurücklegen.  |  Nina Sorger

Nun legt auch SPÖ-Stadträtin Renée Maria Wisak ihre Funktion als Stadt - und Gemeinderätin zurück ( wir hatten berichtet, siehe hier und unten) - „aufgrund von Umstrukturierungen der designierten Obfrau im SPÖ-Eisenstadt Team“, wie sie per Aussendung wissen lässt.

„Ich habe gerne für Eisenstadt und seine Menschen gearbeitet“, resümiert sie. Ihr Mandatsverzicht wird allerdings nicht sofort wirksam: „Für die kommende Gemeinderatssitzung geht sich das nicht aus.

Vogl: „Nachfolger muss erst gewählt werden“

Der Mandatsverzicht wird bis Ende Februar passieren“, so Wisak, die seit 2012 im Gemeinderat sitzt. Wenn sie und Günter Kovacs den Gemeinderat verlassen, werden zwei Mandate frei. Die Nächsten auf der SPÖ-Liste sind der derzeitige Ersatzgemeinderat Richard Mikats und Patrick Golautschnig.

Steigt auf. Lisa Vogl wird als neue SPÖ-Vizebürgermeisterin gehandelt.  |  Sorger

Lisa Vogl, die als Kandidatin für die Nachfolge von Günter Kovacs als Vizebürgermeister und Stadtparteivorsitzender gilt, erklärt dazu: „Der Rücktritt war eine freie Entscheidung von Renée Wisak.“

Auf die BVZ-Nachfrage, ob mit der von Wisak angesprochenen „designierten Obfrau“ sie gemeint sei, erklärt Vogl: „Ein Nachfolger für Günter Kovacs muss erst in den Parteigremien gewählt werden. Das wird voraussichtlich bis Weihnachten passieren.“

Nachbeben auf Facebook

Die Diskussion um die Hintergründe nimmt mittlerweile auf der BVZ-Facebook-Seite (siehe unten) Fahrt auf. Wisaks Mann postet da:

"Freiwilligkeit heisst also dass sie den Stadtrat zurücklegen soll da sie ansonsten abgewählt wird und dass sie ihr gemeinderatsmandat auch lieber zurücklegen soll da die Zusammenarbeit mit ihr nicht klappen wird?!" Claus Wisak

Wisak selbst stimmt ihm zu:

"Man steht halt dann lieber doch nicht öffentlich zu seinen Worten.....Könnte ja unangenehm sein!" Renee Maria Wisak

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