Wiener kaufen Hotel Burgenland. Uniqa verkaufte Hotel Burgenland an Wiener „Hoch3 Wohnen“.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 03. Dezember 2020 (05:55)
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Neuübernahme. Das 1982 erbaute Haus wird saniert.
Millendorfer

Im Bieterverfahren um die Hotel Burgenland-Liegenschaft konnte sich die Wiener Hoch3 Wohnen GmbH durchsetzen. Der vorherige Eigentümer Uniqa gab damit dem Konsortium der Geschäftsführer Marius Moser und Andreas Agh den Zuschlag. Die in der 1982 erbauten Liegenschaft befindlichen Büros, Wohnungen, Tiefgarage, das 88 Zimmer 4-Stern-„Hotel Burgenland“ und das Restaurant „Bienenkorb“ sollen weitergeführt werden.

Für die beiden Letzteren werde derzeit ein Betreiber gesucht, heißt es auf Nachfrage der BVZ – ob mit oder ohne dem bisherigen Geschäftsführer Alfred Diewald, wird das Bewerbungsverfahren weisen. „Hotel und Restaurant sind wirtschaftlich gesund und lediglich Corona-bedingt geschlossen. Wir wollen diese nach einer Sanierung wie gehabt weiterführen.“ Zur Sanierung betonte Neueigentümer Andreas Agh: „Als klimaaktiv Partner legen wir größten Wert auf klimaschützende Maßnahmen im Zuge der Sanierung. Im Zuge dieser soll der Innenhof aktiviert und für Gastronomie interessant gestaltet werden. Ziel ist, die regionale Wirtschaft zu beleben und neue Arbeitsplätze für Eisenstadt und das Burgenland schaffen.“ Was die Gesellschaft, die bisher Immobilien-Entwicklungsprojekte vor allem in Wien und NÖ vorweisen kann, gegenüber der BVZ besonders betont: „Wir haben bei keinem dieser Projekte öffentliche Fördergelder genommen und schließen das auch hier aus.“

Ein überbotener Mitbewerber war das Land Burgenland. Das Büro des Landeshauptmannes bestätigt der BVZ ein Kaufinteresse, man habe das Hotel weiterführen und als Ausbildungsstätte für Jugendliche nutzen wollen. Kontakt zu den Investoren habe es bisher noch keinen gegeben. Auch von Seiten der Stadt nicht, Bürgermeister Thomas Steiner freut sich aber der BVZ gegenüber, „dass das Gebäude auch weiterhin ein positiver Faktor für den Tourismus und die Kultur in der Innenstadt bleibt.“