Zugunglück: Beifahrer im Spital verstorben. Der Zusammenstoß eines Pkw mit einem Zug in Eisenstadt am Mittwoch hat ein zweites Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Feuerwehr ist der 79-jährige Beifahrer des Pkw im Krankenhaus Wiener Neustadt seinen Verletzungen erlegen. Unterdessen wiesen die ÖBB Kritik aus dem Eisenstädter Rathaus zurück, die Bahn müsse endlich für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

. Erstellt am 23. September 2020 (15:57)
Symbolbild

Die Sicherungsart an einer Eisenbahnkreuzung werde durch die zuständige Eisenbahnbehörde bei einer Verhandlung vor Ort individuell festgelegt, erläuterten die ÖBB in einer Aussendung. Verantwortlich für die Art der Sicherung sei die Eisenbahnbehörde. Diese sei in der Regel (in rund 90 Prozent der Fälle) beim zuständigen Landeshauptmann angesiedelt, nur bei Hochleistungsstrecken liegt die Verantwortung beim Bund, sprich beim Verkehrsministerium.

Bei jedem Neubau, Auflassung oder Änderung einer Eisenbahnkreuzung müsse die Behörde auf Grundlage von Rahmenbedingungen eine für alle Partner verbindliche Entscheidung treffen. Diese werde dann von den ÖBB - wenn auch bei der Straße etwas gemacht werden müsse, gemeinsam mit dem Straßenverwalter - umgesetzt.

Dieser Entscheid sei für alle Beteiligten verbindlich. Das bedeute, die ÖBB verabsäume nichts bzw. lehne auch nichts ab. Beteiligte Partner seien der Straßenverwalter (Gemeinde, Land oder Bund), ÖBB und die Eisenbahnbehörde, wurde in der Aussendung betont.

Ein Ziel als ÖBB sei es, gemeinsam mit Bund, Land und Gemeinden niveaugleiche Bahnübergänge laufend zu reduzieren. Seit dem Jahr 2000 sei österreichweit die Zahl der Eisenbahnübergänge von rund 6.100 auf rund 3.100 nahezu halbiert worden. Auch heuer zu Jahresende werde sich diese Zahl weiter verringert haben. Die ÖBB investiere zudem rund 25 Millionen Euro pro Jahr in die Verbesserung der Sicherheit bei Eisenbahnkreuzungen, dazu kämen weitere Maßnahmen wie Bewusstseinsbildung, besonders bei jungen Verkehrsteilnehmern.