Strom bald „lokal und nachhaltig“ in Donnerskirchen

Erstellt am 28. März 2022 | 05:19
Lesezeit: 2 Min
Donnerskirchen will künftig Überschüsse bei der Energieproduktion verwerten.
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Schon im Jahr 2016 gründete die Marktgemeinde Donnerskirchen mit Bürgern aus der Ortschaft eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR) um öffentliche Photovoltaikanlagen zu realisieren. Nun soll der „nächste logische Schritt folgen“, diese GesbR um eine Energiegemeinschaft zu erweitern.

Der Startschuss für dieses innovative Projekt fiel bereits Ende Februar. Zusammen mit Andreas Schneemann und Dolf Hütter von Solar.one besprach die Gemeinde erste Details. Solar.one, ein Unternehmen für digitale Erneuerbare Energiesysteme aus Stegersbach, werde die Gemeinde Donnerskirchen bei der Umsetzung begleiten. „Wie auch in Donnerskirchen wird hier bei uns Nachhaltigkeit sehr großgeschrieben, egal ob es um Energieeffizienz, Energieerzeugung oder Elektromobilität geht“, so Hütter.

Bürgermeister Johannes Mezgolits zeigt sich von dem Projekt äußerst begeistert: „Da es das erklärte Ziel der Bundesregierung ist bis 2030 100 Prozent des österreichischen Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, bietet uns die Energiegemeinschaft eine Win-win Situation.“

Photovoltaik soll für Häuslbauer Standard sein

Da die Gemeinde bereits Energie erzeugt, kann sie somit auch innerhalb einer Energiegemeinschaft als Anbieter bzw. als Abnehmer von überschüssiger Energie auftreten. Weiters erzeugt und bezieht Donnerskirchen zukünftig ihre Energie lokal. Das schone die Netze und die Energie werde durch die eingesparten Netzkosten günstiger, so die Idee. Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, sollen alle Donnerskirchner Bürger eingeladen werden, „sich diesem zukunftsweisenden Projekt anzuschließen“.

Mezgolits möchte mit dieser „Herzensangelegenheit“ eine Lanze für nachhaltige Stromproduktion brechen: „Erneuerbare Energie muss noch alltäglicher werden. Die Solar- bzw. Photovoltaikanlage auf dem Dach sollte man beim Haus genauso selbstverständlich einplanen wie die Küche.“

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