Seebad Breitenbrunn: Gemeinde muss nachbessern. Bei der Gemeinderatssitzung in Breitenbrunn spielte das Seebad eine tragende Rolle. Esterhazy stellt Forderungen für die ordnungsgemäße Rückstellung an die Gemeinde.

Von Denise Grosina. Erstellt am 23. März 2019 (06:10)
Sigrid Janisch
Abbruch. Das einsturzgefährdete Seerestaurant wird durch einen Neubau ersetzt und bekommt neue Betreiber.

Die ordnungsgemäße Rückstellung des Seebads, das Anfang 2019 von der Gemeinde Breitenbrunn an Esterhazy übergeben wurde, war Thema bei der Gemeinderatssitzung vergangenen Donnerstag.

Konkret geht es um die Kanalbenützungsgebühren im Bereich des Seebads und am Mobilheimplatz.

Hareter: „Wir haben ein gutes Gesprächsklima“

„Es müssen Sanierungen von der Gemeinde an den defekten Kanalpumpwerken und den elektrischen Anlagen im Bereich der Mobilheimplätze durchgeführt werden“, so Amtsleiter Alfred Groß.

„Die Forderungen von Esterhazy wurden alle bereits ausgehandelt und die Gemeinde muss etliche tausende Euro an Esterhazy zahlen“, lässt Vizebürgermeister Manfred Niszl (ÖVP) in diesem Zusammenhang wissen.

Bürgermeister Helmut Hareter (SPÖ) zeigt sich hingegen zuversichtlich: „Esterhazy will, dass wir gewisse Mängel reparieren lassen. Die Verhandlungen darüber laufen noch, aber wir haben ein gutes Gesprächsklima.“

Eine Sprecherin der Esterhazy Beriebe versichert: „Es sind übliche Maßnahmen für eine ordnungsgemäße Rückstellung. Es gibt auch ein konstruktives Gesprächsklima mit der Gemeinde und es läuft alles sehr friedlich ab. Bis Saisonbeginn wird alles geregelt und die Gespräche mit der Gemeinde abgeschlossen sein.“

Ausstehende Zahlung für Seerestaurant

Thema bei der Gemeinderatssitzung war auch das Seerestaurant, das derzeit abgerissen wird.

Es wurde ein Ansuchen der ehemaligen Pächterin um die Herabsetzung des Pachtzinses für das Seerestaurant im Jahr 2018 behandelt. „Aufgrund des abfallenden Umsatzes wurde einem solchen Antrag seitens der Gemeinde in den vergangenen Jahren bereits mehrmals stattgegeben“, so Amtsleiter Groß.

Die Abstimmung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Eine Zahlung des Pachtzinses ist laut Groß noch nicht erfolgt.

Die derzeitige Pächterin wird das Seerestaurant nicht weiterführen. Esterhazy konnte bereits vor einigen Wochen neue Betreiber finden.

Markus Blach, Marcus Krapfenbauer und Josef Gaupmann, die auch das Restaurant „Hollerkoch“ in Wien betreiben, starten bereits diesen Sommer mit ihrem neuen Konzept: Leistbare Gerichte mit hoher Qualität durch Verwendung von regionalen und nachhaltigen Produkten.

Bis zur Fertigstellung des Neubaus, der voraussichtlich im Jahr 2021 erfolgen wird, bedienen die neuen Betreiber ihre Gäste in einem Container mit einigen Sitzmöglichkeiten.