Digitalisierungskonzept: Eisenstädter Rathaus im Handy. Die Stadt plant Behördenwege und städtische Services zu digitalisieren und holt dazu Experten mit an Bord.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 28. Mai 2020 (04:44)
Stabsstellenleiter Sebastian Handler, Bürgermeister Thomas Steiner und Digitalisierungsexperte Ronald Sallmann (vl.) präsentieren den Plan.
BVZ

Am vergangenen Mittwoch präsentierte die Stadt ihr neues Digitalisierungskonzept. Erstellt wurde dieses unter der Ägide von Dr. Ronald Sallmann, dem Geschäftsführer von IT-Kommunal und Digitalisierungsexperte des Städtebundes.

Basierend auf dem Stadtentwicklungskonzept 2030, begannen die Arbeiten dazu bereits im Sommer 2019, es umfasst insgesamt 140 Seiten und die Umsetzung wurde am 27. April 2020 vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Digitalisierung nach Innen und Außen

„Viele Städte mit einem derart ausführlichen Konzept gibt es in Österreich nicht“, betont Sallmann. Thomas Steiner wünscht sich eine „Digitalisierung mit menschlichem Antlitz“: „Mir ist wichtig, dass die Digitalisierung ergänzend zum bestehenden persönlichen Kontakt passieren kann. Wir wollen niemanden ausschließen, der keinen Zugang zu digitalen Services hat.“

Mit dem Konzept will das Rathaus den Bürgern so manche Amtswege ersparen. Aber auch Services der Stadt sollen zukünftig mit dem Handy statt persönlich vor Ort erledigt werden können (siehe Infobox). „Städte derselben Größenordnung können nicht auf so einen umfangreichen und strategischen Digitalisierungsplan zurückgreifen“, betont Bürgermeister Thomas Steiner stolz.

Aber auch nach Innen soll das Konzept wirken und den Arbeitsalltag der Mitarbeiter digital vernetzen. Für Sebastian Handler ist die neue Stabstelle Digitalisierung, ein Zeichen der Zeit: „Besonders die Erkenntnisse der Corona-Krise fließen in nächster Zeit verstärkt ein. Die Ermöglichung von Home-Office sowie die interne Kommunikation mittels Videokonferenzen haben Priorität“, so Handler.