Eisenstadt, vom Rad aus betrachtet. Wie fahrradfreundlich ist Eisenstadt? Die BVZ fragte bei Land und Gemeinde nach. Von Markus Wagentristl

Von Markus Kaiser. Erstellt am 21. Juni 2019 (05:12)
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Wer in Wien etwas auf sich hält, fährt Öffis, am Land ist aber das Auto noch ein Statussymbol. Die kleinste Großstadt der Welt liegt irgendwo dazwischen. Und das erkennt man am Verkehr: Über 14.000 Menschen pendeln täglich in die Stadt, der Verkehr kommt an neuralgischen Punkten zum Erliegen. Das Fahrrad wäre da umweltfreundlicher und oftmals auch schneller, wie die Stadtpolitiker in Selbstversuchen bestätigen (siehe Zitate rechts). Durch immer erschwinglichere E-Bikes erhöht sich der Anteil der Fahrradfahrer auch sichtlich. Von 2019 bis 2021 gibt es daher einige Schwerpunkte für den Ausbau der Rad-Infrastruktur, die Bürgermeister Thomas Steiner und die Grünen erarbeitet haben.

Fahrrad-Konzepte: Die Stadt hat eines...

Das Fachkonzept „Unterwegs in Eisenstadt“ definiert bis 2021 Projekte (die BVZ hatte berichtet), diese werden nun sukzessive umgesetzt. „Bis 2021 fließen 150.000 Euro in attraktivierende und bewusstseinsbildende Maßnahmen“, erklärte Bürgermeister Thomas Steiner damals und Anja Haider-Wallner stimmte zu: „Die gemeinsame erarbeiteten Maßnahmen machen Radfahren und Zu-Fuß-Gehen in Eisenstadt sicherer und alltagstauglicher“. Wo die Infrastrukturprojekte konkret sind, steht in der Infobox unten.

... und auch der Verkehrs-Landesrat

Viele Straßen nach und in Eisenstadt sind Landesstraßen. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner hat für diese den „Masterplan Radfahren“ ausgearbeitet. Ambitioniertes Ziel: Durch eine verbesserte Infrastruktur soll sich der Alltagsradverkehr bis 2030 verdoppeln. Potenzial gibt es hier vor allem beim Weg in die Arbeit oder die Ausbildungsstätte, hier sind die Burgenländer im Österreich-Schnitt eher Radverweigerer. Bisher ist das Rad eher Privatsache. Vor allem zum Einkaufen, für Besuche oder Erledigungen tauschen die Burgenländer das Auto gegen das Rad ein. Dorners Konzept betont: Wichtig ist die Planung gemeinsam mit den (zukünftigen) Radfahrern.

Auch die Landessicherheitszentrale (LSZ) hilft mit, den Burgenländern aufs Rad zu helfen: Bei ihr kann man einen Codierungsaufkleber fürs Rad bestellen, dieser unterstützt im Diebstahlsfall die Polizeiarbeit.