Eisenstadt will fair handeln

Erstellt am 21. Januar 2020 | 17:59
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Hartwig Kirner, Fairtrade-Österreich-Geschäftsführer, Anneluise Kämmerer, Geschäftsführerin des Weltladens in Eisenstadt, und Vizebürgermeister Istvan Deli bei der Verleihung der Urkunde.
Foto: Millendorfer, Fairtrade
Die Landeshauptstadt will den gerechten Handel stützten und vermehrt auf „Fairtrade“-Produkte ohne Ausbeutung setzen.
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In der Gemeinderatssitzung vom 20. Mai 2019 wurde einstimmig beschlossen, dass Eisenstadt zur „Fairtrade-Gemeinde“ werden soll. Das sind Gemeinden, die besonders auf „fair“ gehandelte Produkte setzt. Also solche, für die die Bauern und Arbeiter in den Herstellungsländern gerechte Löhne und Preise bekommen.

Weltweit gibt es bereits 2.000 solcher Gemeinden, damit Eisenstadt dazugehören durfte, musste die Stadt fünf Kriterien erfüllen. Unter anderem versucht die Stadt bei Veranstaltungen verstärkt Fairtrade-Produkte zu verwenden und unterstützt das Fairtrade-Netzwerk in Eisenstadt.

Fairtrade: Geschäfte, Banken, Bäcker dabei

Eine wichtige Rolle ist dabei dem Weltladen Eisenstadt rund um Geschäftsführerin Anneluise Kämmerer zugekommen. Sie bietet seit Jahren Fairtrade-Produkte an, die die Stadt nun besonders bewerben will.

Mit beteiligt an der Initiative sind auch viele weitere Eisenstädter Unternehmen. So wird bereits im Burgenländischen Volksbildungswerk, im Architekturbüro Bichler-Kolbe, in der Esterhazy Privatstiftung und in der Bank Burgenland Fairtrade-Kaffee konsumiert.

Die Bäckerei Waldherr setzt als Gastronomiebetrieb ein Zeichen. Dort können Gäste gleich zwischen mehreren Fairtrade-Kaffeesorten wählen. Aber auch Schokolade, Reis, Quinoa und Zucker mit dem Fairtrade-Siegel bekommen die Kunden hier.

Faire Vorbildwirkung?

„Nach Graz, Salzburg und Linz ist Eisenstadt die bereits vierte Landeshauptstadt, die sich offiziell zum fairen Handel bekennt“, lobte auch Fairtrade-Geschäftsführer Hartwig Kirner.

Bürgermeister Thomas Steiner freut sich über die breite Unterstützung und betont, dass auch im Rathaus selbst mit gutem Beispiel vorangegangen wird. „Wir verwenden nicht nur Fairtrade-Produkte sondern haben natürlich auch eine Arbeitsgruppe, die sich laufend darüber Gedanken macht, wie Fairtrade noch stärker in Eisenstadt in den Fokus gerückt werden kann“, so Steiner.

Von den 207 österreichweiten Fairtrade-Gemeinden kommen nur fünf aus dem Burgenland. Ob die Landeshauptstadt hier als Vorbild wirken kann?

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