Reifenschaden vertuscht? Mechaniker in Eisenstadt vor dem Richter

Erstellt am 22. Mai 2022 | 05:34
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8361251_bvz20li_reifen_.jpg
Bei einer LKW-Kontrolle wurden gravierende Schäden an einem Reifen festgestellt. Vor Gericht steht jetzt ein KFZ-Mechaniker, der den Anhänger zuletzt kontrolliert hatte.
Foto: Symbolfoto: Siwakorn1933, shutterstock.com
KFZ-Mechaniker wegen falscher Zeugenaussage vor Gericht: Wann wurde LKW-Anhänger zuletzt kontrolliert?
Werbung

Am 25. September 2018 hatte die Asfinag im Burgenland LKW-Kontrollen durchgeführt. Bei einem LKW-Anhänger wurden gravierende Mängel festgestellt, unter anderem ein gefährlich tiefer, bis zum Gewebe eines Reifens reichender Schnitt.

Der niederösterreichische Frächter bekam eine Verwaltungsstrafe von fünfmal 90 Euro und erhob dagegen Beschwerde beim burgenländischen Landesverwaltungsgericht. Dort fand am 9. März 2021 ein Prozess statt.

Als Zeuge geladen wurde der mittlerweile pensionierte KFZ-Mechaniker, der in der Werkstatt des Frachtunternehmens die LKW-Aufleger kontrolliert hatte. Er gab an, bei der letzten Prüfung keine Schnitte im Reifen des Anhängers gesehen zu haben.

Der Richter am Verwaltungsgericht wies die Beschwerde des Frächters ab; er vermutete eine Falschaussage des KFZ-Mechanikers. Jetzt muss sich dieser am Landesgericht wegen falscher Zeugenaussage verantworten.

Er bekannte sich nicht schuldig: „Wäre ein Schnitt am Reifen gewesen, hätte ich ihn ausgetauscht“, sagte der Angeklagte. Richterin Doris Halper-Praunias befragte den Richter, der die Verhandlung am Landesverwaltungsgericht geleitet hatte.

Die Mängel seien Langzeitschäden gewesen, die nicht innerhalb von drei Tagen hätten entstehen können, meinte dieser. Der Prozess wurde vertagt. Die Richterin möchte jenen Experten, der die LKW-Kontrolle durchgeführt hatte, befragen.

Werbung