Esterhazy eröffnete Fleischmanufaktur in Donnerskirchen. Auf rund 500 Quadratmeter werden jährlich rund 100 Tonnen Wildpret und 25 Tonnen Bio-Rindfleisch verarbeitet.

Von Doris Fischer. Erstellt am 08. Februar 2020 (06:13)
Eröffnet. Johannes Mezgolits, Stefan Ottrubay, Christian Illedits, Charlotte Klement und Matthias Grün (v.l.) nahmen die Fleismanufaktur in Betrieb. Danach gab es ein großes Fest auf dem Gelände des Seehofs.
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Der Jagd und der Verarbeitung von Wildpret ist hier immer schon eine große Bedeutung zugekommen. So hat sich vor Kurzem die Esterhazy Pannatura GmbH dazu entschlossen, am Bio-Landgut Seehof eine moderne Fleischmanufaktur für Bio-Rindfleisch und Wild zu errichten.

Esterhazy investierte zwei Millionen Euro

„Dieses Projekt der Esterhazy-Betriebe reiht sich in eine Serie von Initiativen und Investitionen für Menschen, die in dieser Region produzieren beziehungsweise in dieser Region leben. Seit nunmehr 25 Jahren, seit dem Beitritt zur Europäischen Union, ist das Land Burgenland in der Lage, derartige innovative Projekte zu unterstützen und damit auch zu ermöglichen“, betonte Landesrat Christian Illedits bei der Eröffnung.

Die Fleischmanufaktur ist auf der 500 Quadratmeter großen Betriebsfläche auf die Verarbeitung von jährlich rund 100 Tonnen Wildpret und 25 Tonnen Bio-Rindfleisch ausgerichtet. Derzeit sind vier Mitarbeiter mit der Verarbeitung des Fleisches beschäftigt. Es sollen im Laufe der Zeit bis zu sechs Mitarbeiter in der modernen Fleischmanufaktur Arbeit finden. Auf Anfrage können sich Interessierte in dem Bio-Landgut einmieten.

Nach der Eröffnung der Fleischmanufaktur gab es ein großes Fest auf dem Gelände des Seehofs.
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Vermarktet werden die veredelten Produkte in der Markthalle Kulinarium Burgenland in Eisenstadt und ihren mobilen Verkaufseinrichtungen, den „rollenden Markthallen“ oder online.

Der gesamte Betrieb ist auf eine möglichst ressourcenschonende Funktionsweise ausgelegt. So wird der Strom beispielsweise über Photovoltaikanlagen hergestellt.

Die Wärmeversorgung erfolgt durch die bestehende Hackgutheizung am Hof. Zudem gibt es eine effiziente Wärmerückgewinnung von Kühlanlagen.

Insgesamt wurden rund zwei Millionen Euro in das Projekt gesteckt.