Schützener als Lebensretter und App-Entwickler

Erstellt am 06. Dezember 2022 | 05:29
Lesezeit: 3 Min
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Lukas Thurner von der Feuerwehr Schützen entwickelte die Firefighter Rescue App, die bereits bei Einsätzen verwendet wird.
Foto: zVg
Die Feuerwehr Schützen setzt mit der „Firefighter Rescue App“ von Lukas Thurner auf digitale Unterstützung bei Einsätzen.
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Die ersten Ideen zur Firefighter Rescue App entstanden bereits im Jahr 2017 von Software-Entwickler Lukas Thurner. Fünf Jahre später hätte man nicht erwartet, dass die App so hohe Wellen schlägt. Die App unterstützt nicht nur bei Einsätzen, sondern dient auch der Vernetzung zwischen den Feuerwehren.

Abgesehen von Schützen am Gebirge ist die App bei bereits fünf anderen Gemeinden in Gebrauch. Im Oktober wurde die neue Innovation sogar zur App des Jahres ernannt. Vor fünf Jahren beschäftigte sich die Feuerwehr Schützen intensiv mit dem damals neuen Thema „Verkehrsunfall mit Beteiligung eines E-Fahrzeuges“.

„Dabei wurde schnell festgestellt, dass ohne Verwendung einer digitalen Hilfe diese Einsätze nur schwer oder nicht sicher für die Feuerwehrler abgearbeitet werden können. Und so war die Idee einer dafür passenden App geboren“, beginnt Lukas Thurner zu erzählen.

Unterstützt von Andreas Dovits, Martin Uhl und durch Ideengebungen von anderen Feuerwehren entwickelte Thurner dann seine App, die später den Namen „Firefighter Rescue“ tragen sollte. „Daher kommt auch unser Leitspruch: Von Feuerwehren für Feuerwehren“, führt Thurner weiter aus. Nun wurde den Feuerwehren eine erste Version zur Verfügung gestellt, welche den Grundstock der derzeitigen Einsätze abdecken soll.

Im Einsatzfall bietet die App zahlreiche Hilfestellungen für verschiedenste Einsatzszenarien, wie beispielsweise Autounfälle, Flurbrände, gefährliche Stoffe usw. Sie soll die digitale Schnittstelle aller Freiwilligen Feuerwehren werden.

Floriani dank App noch schneller und effizienter

Die App vernetzt außerdem die Feuerwehren über die Ortsebene hinaus, um bei größeren Einsätzen schneller und effizienter arbeiten zu können. Der Einsatzleiter wird somit mit allen notwendigen Infos aller im Einsatz befindlichen Feuerwehren versorgt. Nicht nur in Schützen ist die App in regem Gebrauch, auch die Gemeinden Donnerskirchen, Breitenbrunn, Oggau, Oslip und Purbach konnten sich bereits dafür begeistern.

Auch Feuerwehren aus den anderen Bundesländern wie Niederösterreich und Steiermark bekunden bereits ihr Interesse. Doch wer denkt, damit sei die App bereits fertig entwickelt, der irrt. „Es gibt immer neue Einsatzgebiete, immer neue Ideen, die zukünftig umgesetzt werden“, so der App-Entwickler.

So soll es in Zukunft möglich sein, dass die App mit Smart Homes und autonom fahrenden Fahrzeugen kommuniziert, um so den Einsatz effizienter und vor allem sicherer für die Einsatzkräfte zu machen. Es gibt aber auch Ideen, die App mit Drohnen zu verbinden und so etwa Flurbrände, Waldbrände, Schilfbrände oder ähnliches besser und effizienter bekämpfen zu können.

Im Oktober bekam die App dann eine besondere Auszeichnung. Sie wurde zur App des Jahres gewählt. Mit dieser Ehre hat Lukas Thurner nicht gerechnet. Er sagt dazu: „Was klein begonnen hat, ist also doch relativ schnell gewachsen und die Auszeichnung zur App des Jahres ist natürlich die Krönung der derzeitigen jahrelangen Entwicklungsarbeit. Das freut mich natürlich, macht mich stolz und gibt zusätzliche Motivation für die kommenden Arbeiten.“

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