Duo will Leerstände in Mörbisch wiederbeleben

Erstellt am 01. Juli 2022 | 04:58
Lesezeit: 3 Min
Altes Stadl wird cooler Verkostungsraum, altes Kino eine Veranstaltungshalle.
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Ein Architekt und seine Gattin sorgen in Mörbisch für frischen Wind. Nach dem Erwerb zweier Grundstücke hat es sich das Paar zur Aufgabe gemacht, die beiden Leerstände neu zu beleben.

Seit sieben Jahren leben Alexander Tavakoli und Marion Vera Forster mittlerweile in Mörbisch am See. Ursprünglich als Ausgangspunkt für eine Weltreise gedacht, entschied man sich stattdessen auf Dauer in der Seegemeinde zu verweilen.

„Wir sind hier sehr glücklich. Wir haben hier ein wunderschönes Grundstück am See gefunden und sind in weiterer Folge von einem Projekt ins nächste gestolpert“, erzählt Alexander Tavakoli der BVZ. Zu den angesprochenen Projekten zählen die Renovierung eines alten Stadls sowie des ehemaligen Mörbischer Kinos.

Den mittlerweile renovierten Stadl ersteigerte das Paar vor knapp zwei Jahren. „Das Gebäude ist sehr markant und hat mich schon zuvor lange Zeit interessiert. Der Stadl befand sich allerdings in einem äußerst schlechten Zustand“, so der Architekt.

Nach dem Kauf galt es den Stadl schnellstmöglich in Angriff zu nehmen, um den weiteren Zerfall der „historischen Substanz“ zu verhindern. Im Februar des Vorjahres begann man schließlich mit den Renovierungsarbeiten.

Nun soll der neu getaufte „Fisch und Vogel“-Stadl als Präsentationsfläche für das gleichnamige Weingut des Paares dienen: „Wir bauen momentan in Mörbisch unser eigenes ‚Natural Wine‘-Weingut auf. Wir hatten in den letzten Jahren guten Kontakt zu verschiedenen Weinbauern und haben jetzt beschlossen selbst mit dem Weinbau zu beginnen. Im Stadl wollen wir zukünftig unsere Kreationen präsentieren“, erklärt Tavakoli.

Des Weiteren möchte man das Gebäude vermieten und für Events zur Verfügung stellen. In den vergangenen Wochen wurde der Stadl bereits für Vater- und Muttertags-Veranstaltungen genutzt.

Dieses Jahr steht bereits das nächste Projekt auf dem Plan. Vor wenigen Monaten starteten die Erneuerungsarbeiten am alten Kino in Mörbisch. „Das Kino wird voraussichtlich ein zweijähriges Projekt und aufgrund der Größe und des Zustandes ein deutlich aufwendigeres Vorhaben. Zuallererst möchten wir die Substanz auffrischen, um in weiterer Folge ein nachhaltiges Gebäude inklusive Photovoltaikanlagen und Wärmepumpe zu schaffen“, so der Architekt.

Bevorzugt soll das renovierte Kino künftig als Veranstaltungshalle genutzt werden. „Die Räumlichkeiten bieten sich für Kunstveranstaltungen oder Ähnliches an“, meint der ehemalige Wiener. Hierfür hofft er in Zukunft Kooperationspartner zu finden. Auch der Gemeinde möchte man das Gebäude für allfällige Events anbieten. Weitere (Um-)Bauprojekte sind aktuell nicht in Aussicht. Nach Eröffnung des Kinos möchte das Paar seine Energie vorrangig in das eigene Weingut stecken.

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