Eisenstadt: Fotokreis hielt Integration in Bildern fest. Mitglieder des Fotokreises Eisenstadt verbrachten ein Jahr mit Asylwerbern und hielten ihre Geschichten bildgewaltig fest.

Von Nina Sorger. Erstellt am 20. Januar 2017 (06:25)
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Eine ganz besondere Fotoausstellung wurde kürzlich im Haus der Begegnung eröffnet. Unter dem Titel „Ich bin ein Mensch“ sind Werke Fotokreises Eisenstadt zu sehen, hinter denen ein Jahr im Zeichen der Integration steckt.

„Wie begrüßt man einen Asylwerber?“

Ein Jahr lang haben die Fotografen mit einzelnen Asylwerbern oder Familien verbracht, gemeinsam Ausflüge gemacht, gelernt, gegessen – und fotografiert: „Wir wollten ein Zeichen zur Integration setzen und haben im Lauf dieses Jahres selbst gemerkt, vor welchen Herausforderungen wir, aber auch unsere Asylwerber dabei stehen“, erinnert sich Fotokreis-Obfrau Hedda Pflagner: „Das begann schon bei kleinen Dingen, wie etwa der Begrüßung beim ersten Treffen: Wie begrüßt man einen Asylwerber, einen Flüchtling?“

In diesem gemeinsamen Jahr entstanden nicht nur viele gemeinsame Fotos, sondern auch Freundschaften: „Wir lernten die Menschen und ihre teils erschütternden Geschichten kennen. Und wenn dann zum Beispiel eine Familie einen negativen Asylbescheid bekommt, wie es der Fall war, dann sind auch wir verzweifelt“, erzählt Monika Leeb, die beispielsweise Maryam aus dem Irak und Mojan aus dem Iran fürs Fotografieren begeistern konnte. Zu sehen sind die besonderen Werke und Geschichten noch bis 31. März.