Kleinhöflein ist seit 145 Jahren gut geschützt

Erstellt am 12. Juni 2022 | 06:02
Lesezeit: 3 Min
Vergangenen Montag feierte die Freiwillige Feuerwehr in Kleinhöflein ihr 145-jähriges Bestehen. Nach einer Feldmesse wurde auch das neue Feuerwehrhaus gesegnet.
Werbung

Am Pfingstmontag war auf der Hauptstraße in Kleinhöflein reger Betrieb. Auf der Wiese neben dem Feuerwehrhaus las Militärdekan Alexander Wessely bei einem Traumwetter eine Feldmesse zu Ehren der Freiwilligen Feuerwehr Kleinhöflein.

Neben Ehrungen und der Segnung des Feuerwehrhauses gab es den ganzen Nachmittag ein Fest und mit der Musik der Kleinhöfleiner Winzerkapelle war ganz Kleinhöflein schon in Kirtagsstimmung.

Abzeichen, Beförderungen und Ehrungen

Da aufgrund von Covid-19 fast zwei Jahre keine großen Festivitäten stattfanden, hatte die Feuerwehr neben aktuellen auch ausstehende Ehrungen durchzuführen. Zahlreiche Abzeichen wurden verliehen, auch Beförderungen und Ehrungen für besondere Verdienste um die Freiwillige Feuerwehr wurden abgehalten und neue Feuerwehrmänner angelobt. Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) und die Feuerwehrgranden waren im Großeinsatz.

Zu einem so besonderen Anlass durften auch Festreden nicht fehlen. Landesfeuerwehrkommandant LBR Alois Kögl, der Ende Oktober nach über 33 Jahren im Dienste der Feuerwehr Burgenland in die wohlverdiente Pension ausscheidet, hob die Leistungen der burgenländischen Feuerwehren hervor.

Über 17.000 aktive Feuerwehrmänner leisteten allein im Jahr 2021 in über 90.000 Einsatzstunden den Burgenländern Rettung in der Not. Allein in Eisenstadt rückten die örtlichen Feuerwehren unter dem Kommando von ABI Werner Fleischhacker letztes Jahr zu 358 Einsätzen aus.

In Bezug auf das nagelneue Feuerwehrhaus meinte Kögl: „Ein modernes Feuerwehrhaus muss mehr sein als ein Gerätehaus. Es ist Ausbildungszentrum für die Jugend und ein wichtiges Symbol örtlicher Gemeinschaft.“

900.000 Euro für das neue Feuerwehrhaus

Auch Bürgermeister Steiner lobte die Feuerwehr und unterstrich die stetig wachsende Anzahl an Frauen, die einen nunmehr wichtigen Teil der Feuerwehrkräfte im Burgenland stellen: „Dass wir so viele junge Mädchen und Frauen in unseren Feuerwehrverbänden sehen, ist einfach nur toll!“ Abschließend dankte Bundesrat Günter Kovacs, der selbst aus der Gegend kommt, den Einsatzkräften. Jeder Burgenländer schätze ihre Arbeit in höchstem Maße.

Die gelungene Finanzierung des hochmodernen Gerätehauses, das im Anschluss an die Feldmesse durch Militärdekan Alexander Wessely gesegnet wurde, war auch Thema in Steiners Rede. Die Gesamtkosten betrugen etwa 900.000 Euro, von denen 100.000 vom Land kamen. Für den Rest sei die Gemeinde unter tatkräftiger Unterstützung der Bundesregierung aufgekommen, so Steiner. Nach 5 Jahren Projektplanung und knapp 2 Jahren Bauzeit war es erst im Frühjahr fertiggestellt worden.

In der Fahrzeughalle und auf der Festwiese wurden die Anwesenden bei strahlendem Sonnenschein durch die Feuerwehrjugend mit Speis und Trank versorgt. In Zukunft kann die Freiwillige Feuerwehr Kleinhöflein mit dem neuen Feuerwehrhaus getrost ihrem Motto nachkommen: Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr‘!

Werbung