Ist das der schönste Radweg zum Neusiedler See?. Es ist sozusagen die „Tour de Nordburgenland“: die Seeumrundung. Nur, welcher Weg ist der schönste? Unser Tipp: 25 Kilometer oder 1,5 Stunden reines Radweg-Vergnügen.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 30. Mai 2021 (02:32)

Los geht die Fahrt von der Fußgeherzone in Eisenstadt über die Permayer-Straße am Landhaus vorbei bis zur Energie Burgenland. Von dort über St. Georgen auf der Hauptstraße stadtauswärts zum Radweg neben der B50. Dieser ist bekannt wie beliebt, relativ neu ist die Unterführung nach dem Kreisverkehr, der für die Schützen-Umfahrung gebaut wurde. Nach Schützen fährt man dann über die Schulgasse ein. Das hat den Vorteil, dass man nur wenig Meter auf der Hauptstraße fahren und sich die Straße mit Autos teilen muss. Nach wenigen Fahrsekunden geht es rechts auf die Rusterstraße.

Danach wartet ein absolutes Highlight. Was ist schon schöner, als über das Ruster Hügelland zu radeln? Dabei keine nennenswerte Steigung zu haben! Zwischen Goldberg und Hölzlstein geht fast geradeaus durch die Weingärten, bis man erst beim Weißen Kreuz und dann der Dreifaltigkeitssäule in Oggau einreitet. Bei der Kreuzung Gasthof Monika Gmaz muss man sich entscheiden, ob man entweder den vielen kulinarischen Verlockungen rund um die Oggauer Hauptstraße nachgibt, oder sie tapfer über die Ruster Straße hinter sich lässt. Zwei Drittel des Weges sind ja schon geschafft.

Nach wenigen Metern kommt der Friedhof, nach dem kann man die autobefahrene Straße wieder verlassen. Auf einem Radweg – der wie alle bisher beschriebenen bestens asphaltiert ist – geht es weiter Richtung Rust. Manchmal ist der Weg ja tatsächlich das Ziel, man sieht weit und breit nur Weingärten und in der Ferne den See. Aufpassen muss man daher nur auf Touristen, die unvermittelt stehenbleiben um Fotos zu machen.

Bei der Ortseinfahrt Rust empfiehlt es sich für Rennradfahrer, auf der Feldgasse zu bleiben. Andere Gassen sind zwar von den Häusern her genauso schön, nicht aber, was die Straßenqualität betrifft. Diese führt zur Kreuzung Eisenstädter Straße, von hier kann man entweder in die weltberühmte Hauptstraße oder weiter auf der Weinberggasse nach Mörbisch radeln.

Wer sich für letzteres entscheidet, hat die einzige etwas anstrengendere Passage vor sich: Die Straße ist ansteigend, Autos fahren hier auch nicht wenige. Nach etwa 100 Metern muss man aufpassen, den Vogelsangweg nicht zu verpassen, von dort geht der Radweg nach Mörbisch. Auch der hat es in sich: Man radelt leicht bergab über den Autos und über den See durch die Weingärten dahin, die etwa fünf Kilometer nach Mörbisch verfliegen bei diesem Panorama nahezu.

Über die Hauerstraße fährt man nach Mörbisch ein, über die Weinberg-, Herren- oder Wurditschgasse kommt man zur Hauptstraße, die kulinarisch ihrer großen Ruster Schwester um nichts nachsteht. Wer dort noch nicht eingekehrt ist, ist etwa 15 Minuten später über den Radweg neben der Straße beim Seebad. Das – zumindest beim BVZ-Lokalaugenschein – derzeit noch mehr als genug Liegeflächen bietet.