Zelle für Bücher in Wulkaprodersdorf

Seit Ende Juli findet man in einer Gasse Richtung Gärtnerei in Wulkaprodersdorf eine Bücherzelle. Die Bücher sind kostenlos.

Lisa-Marie Zehetbauer Erstellt am 13. August 2021 | 06:29
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Kreativ. Statt eine nicht mehr genutzte Telefonzelle zu entsorgen, wurde diese nun zu einer Büchertauschbörse“ umfunktioniert und von Künstler Max Schuber außen neu gestaltet.
Foto: ZVg

Getreu dem Motto „aus Alt mach Neu“ wurde in Wulkaprodersdorf von der Gemeinde eine alte Telefonzelle zu einer Bücherzelle umfunktioniert. Initiiert wurde das Projekt vom jungen Gemeinderat der Unabhängigen Dorfliste Wulkaprodersdorf (UDW) René Neuberger. Unterstützung bekam er dabei von Karin Reisner, die ebenfalls bei der UDW ist. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 400 Euro.

Genau ein Jahr dauerte es, bis die Telefonzelle zu einer Bücherzelle gemacht werden konnte. Nun ist das außergewöhnliche Bücherregal in Betrieb. Auf die Frage wie der junge Gemeinderat auf die Idee für die Bücherzelle kam, antwortete die Gemeinderätin der UDW Grete Krojer: „Das Projekt wurde bereits in einigen anderen Gemeinden realisiert. Die Idee hat uns sehr gut gefallen. Das Wiederverwenden von gebrauchten Büchern trägt zum Umweltschutz bei und ist ein Re-Use- Projekt.“

Bemalt wurde die Bücherzelle vom ortsansässigen Künstler Max Schuber. Er machte bereits mehrere Ausstellungen, daher war er auch für den jungen Gemeinderat die erste Wahl.

Doch wie funktioniert eigentlich das Konzept der Bücherzelle? „Jeder kann sich Bücher ausborgen, mitnehmen, zurückbringen oder ein Buch vom eigenen Bücherregal mitbringen. Es funktioniert wie eine Tauschbörse für gelesene, aber noch gut erhaltene Bücher“, so Krojer. Angefangen von Belletristik, Fachbüchern, Fantasy Büchern, bis hin zu Kinderbüchern soll in der Bücherzelle alles vertreten sein.

Die Bücherzelle wird auch regelmäßig betreut und kontrolliert, beschädigte Bücher aussortiert und wenn notwendig, wird für Nachschub gesorgt.

Zu Beginn des Schuljahres soll es eine kleine offizielle Inbetriebnahme der Bücherzelle durch die Gemeinde geben. Auch an eine Lesung ist dabei gedacht. Die Resonanz bei den Einwohnern ist bereits jetzt sehr gut. Es findet ein reger Austausch von Büchern statt.