Kein Ansturm, aber erste Cafe-Besuche in Eisenstadt. Nach der zweimonatigen coronabedingten Schließung haben sich die Gastronomiebetriebe in der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt am Freitagvormittag über ihre ersten Gäste gefreut.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 15. Mai 2020 (12:56)
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Der große Ansturm blieb vorerst zwar aus, insbesondere in den Kaffeehäusern trafen sich jedoch bereits einige Burgenländer zum gemütlichen Beisammensein, wie ein APA-Lokalaugenschein zeigte.

Im Einkaufszentrum Eisenstadt waren mit der Gastro-Öffnung am Freitag wieder fast alle Geschäfte für ihre Kunden da. Insbesondere in den Kaffeehäusern waren auch bereits einige Tische besetzt. Zahlreiche Burgenländer nutzten die Gelegenheit zu einer gemütlichen Pause beim Einkaufsbummel, manche saßen mit Sicherheitsabstand auch schon in größeren Runden beisammen.

In einem Restaurant holten vereinzelt Kunden Essen zum Mitnehmen ab. Die Tische, von denen einige mit Absperrband versehen waren, blieben allerdings vor der Mittagszeit noch weitgehend leer. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der Eisenstädter Fußgängerzone. Auch dort waren die Restaurants am Vormittag nur spärlich besucht. In den Cafes trotzten unterdessen sogar einige Gäste dem regnerischen Wetter und nahmen unter großen Schirmen und mit Decken im Freien Platz.

Insgesamt öffneten im Burgenland am Freitag laut Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth rund 2.000 Gastronomiebetriebe. Die Öffnung solle "die Stimmung heben", das heurige Jahr und die Folgejahre würden aber dennoch "überaus schwierig werden", betonte Nemeth. Der Ausfall von Ostern, Muttertagsfeiern, Kommunion, Firmung, Hochzeiten und Taufen sowie aller kultureller Aktivitäten zehre an der Kraft der heimischen Gastronomie. Nun müsse man beginnen, für die kommenden Jahre zu planen und Attraktionen und Aktivitäten präsentieren, so Nemeth.