Leithaprodersdorferin feierte 100. Geburtstag

Katharina Meinhart hat etwas mit dem Burgenland gemeinsam: Sie wurde kürzlich 100 Jahre alt.

Sigrid Janisch Erstellt am 03. Mai 2021 | 04:34
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Ehrentag. Zu ihrem 100. Geburtstag gratulierten Katharina Meinhart auch Karl Posch (SPÖ, l.) und Josef Ackermann (SPÖ, r.).
Foto: ZVg, ZVg

In 100 Jahren passiert viel, vor allem in einem Menschenleben. Das bestätigt auch die Leithaprodersdorferin Katharina Meinhart. Sie feierte kürzlich ihren 100. Geburtstag.

Die geborene Leithaprodersdorferin ist in der Landwirtschaft aufgewachsen und baute mit ihrem zweiten Ehemann auch eine eigene Landwirtschaft in Leithaprodersdorf auf. Diese wird heute noch von ihrer Familie geführt. Neben ihren drei Söhnen zählen dazu neun Enkel und zahlreiche Urenkel.

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Gratulation. Zu ihrem Festtag lud die Pfarre zu einer kleinen Feier in die Kirche ein. Dabei gratulierten Katharina Meinhart auch Bürgermeister Martin Radatz (ÖVP, r.), Pater Stefan Vukits (2.v.r.) und Vizebürgermeister Horst Blümel (ÖVP, l.).
ZVg, ZVg

Leicht war das Leben für sie nicht. Sie erlebte den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen mit und erinnert sich bis heute daran. „So etwas brauchen wir nicht noch einmal“, stellt sie fest. Halt hat ihr immer die Kirche gegeben. Bei jedem Schicksalschlag betete sie und fand darin Trost und Hilfe. Sie erinnert sich, dass es die Kinder früher am Sonntag gar nicht erwarten konnten, in die Kirche zu gehen, denn: „Jeder wollte das Licht einschalten. Damals gab es nur in den Wirtshäusern und in der Kirche elektrisches Licht. Das war etwas Besonderes“, erzählt sie lächelnd. Sie ist auch die „älteste und längstdienende Mesnerin im Burgenland“, wie sie nicht ohne Stolz erzählt. Sie übernahm die Position vor 30 Jahren zusammen mit ihrer Schwester. Diese starb vor wenigen Jahren. Erst kürzlich gab Katharina Meinhart die Aufgaben an ihre Nachfolgerin ab.

Rosen für die aus dem Jahrgang 1921

Zu Meinharts Jubiläum organisierte die Pfarre eine besondere Feier in der Kirche. Vor allem freute sie sich darüber, dass die Pfarrer, die sie miterlebte, in einer Videobotschaft gratulierten. Sie bekam auch einen Strauß mit 100 Rosen. Diese will sie in den nächsten Wochen am Friedhof den bereits Verstorbenen aus dem Jahrgang 1921 bringen.