Breitenbrunn will Nahversorger im Ort halten

Erstellt am 16. April 2022 | 06:09
Lesezeit: 3 Min
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Kauf im Ort. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den Erhalt eines Nahversorgers in der Gemeinde.
Foto: google maps
Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde das Streitthema Nahversorger angepackt und weitere Projekte in Angriff genommen.
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Schon seit längerem wird in Breitenbrunn über die Zukunft des örtlichen Nahverorgers diskutiert. Die Spar-Filiale im Ortszentrum galt als angezählt, auch Gerüchte über ein mögliches Wohnprojekt im Gebäude machten die Runde.

„Beim wichtigen Punkt ,Erhalt eines Nahversorgers’ hat parteipolitisches Hickhack nichts verloren“, betont Bürgermeister Harald Hareter. Auf der Tagesordnung stand der Punkt dennoch zweimal: Einmal in der Formulierung der ÖVP (Punkt 11) und einmal als Antrag des Bürgermeisters (Punkt 10).

Geschlossene Unterstützung für bestehenden Nahversorger

Die Anträge waren dabei fast ident, im Ortschef-Antrag war von einem Nahversorger „im Ort“ die Rede, bei der ÖVP von einem Nahversorger „im Ortskern“. Ersterer fand die Zustimmung aller Fraktionen im Gemeinderat, der ÖVP-Antrag wurde mit 13 Gegenstimmen abgelehnt.

Unterm Strich bleibt also eine geschlossene Unterstützung für den bestehenden Nahversorger, der auch weiterhin unterstützt werden soll. „Nicht nur für die Zubereitung von Speisen unserer Kleinsten im Kindergarten und Tagesheim der Volksschule, sondern auch für die nötige Versorgung beim betreubaren Wohnen“ kaufe die Gemeinde im Ort ein, so der Bürgermeister.

Auf 25.000 Euro hätte sich die Gemeinde-Rechnung in der örtlichen Spar-Filiale im Jahr 2021 belaufen. Betont wurden dabei auch die Breitenbrunner Turmtaler, die vorzugsweise im Geschäft eingelöst werden, sowie der „Gmoabus“, der im Lockdown die Einkäufe für ältere Breitenbrunner übernahm.

Letzterem war auch ein eigener Tagesordnungspunkt gewidmet. Der alte Gemeindebus ist nämlich schon etwa in die Jahre gekommen und bekommt bei der §56a-Überprüfung kein Pickerl mehr. „Daher musste rasch Ersatz organisiert werden“, schilderte der Ortschef.

Neuer Gmoabus und Finanzhilfe für die Pfarre

Mit einem Leihfahrzeug konnte der Schüler-Transport weitergeführt werden, mittlerweile wurde der Bus ins Eigentum übernommen. „Ich fahre am Morgen öfters persönlich mit dem Bus und bringe die Kinder zur Schule. Der VW-Bus erfüllte tadellos die Anforderungen“, berichtete Hareter in seiner Funktion als Obmann des Vereins Gmoabus zufrieden.

Auch der Pfarre wurde im Gemeinderat Unterstützung zugesichert. Die Pfarre Breitenbrunn ersuchte um finanzielle Unterstützung zur Sanierung der Kirchenmauer. Ein Zuschuss von 5.000 Euro wurde einstimmig abgesegnet.

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