Fahrzeughalle für das Kleinhöfleiner Feuerwehrhaus. 900.000 Euro werden für Anbau zum Kleinhöfleiner Feuerwehrhaus aufgewendet. Richtlinie für Bodenschutz beschlossen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 27. März 2019 (05:02)
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Beschlossen. Stadträtin Birgit Tallian, Gemeinderätin Ruth Klinger-Zechmeister, Bürgermeister Thomas Steiner, Stadtbezirksvorsteher Josef Weidinger und Vize Istvan Deli mit Kommandant Johannes Steindl, seinem Stellvertreter Martin Zechmeister und Bernd Leeb von der Feuerwehr Kleinhöflein freuen sich auf den Bau.
Nina Sorger

Bauland, Bodenversiegelung und das Kleinhöfleiner Feuerwehrhaus dominierten neben dem Rechnungsabschluss die am Montag stattgefundene Sitzung des Eisenstädter Gemeinderates.

Da die Feuerwehr Kleinhöflein aufgrund der zunehmenden Größe des Ortsteils neu eingestuft wurde, soll das Feuerwehrhaus erneuert und erweitert werden. Konkret soll rechts neben dem bestehenden Gebäude eine Fahrzeughalle mit Umkleiden, Lagerräumen und Sanitärräumen errichtet werden.

Im Bestand muss das Dachgeschoß aus statischen Gründen saniert werden. Mit den Ausschreibungen soll Ende 2019 begonnen werden, der Baubeginn wäre dann im Frühjahr 2020 möglich. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2022 vorgesehen.

Die Gesamtkosten werden derzeit auf 900.000 Euro geschätzt – davon werden 100.000 Euro in Form einer Landesförderung finanziert. Die Feuerwehr Kleinhöflein erbringt Eigenleistungen bei den Planungsarbeiten und sonstigen bauunterstützenden Arbeiten. Die Einsatzbereitschaft soll durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt werden, erklärt Feuerwehrkommandant Johannes Steindl.

Förderung für die Bodenentsiegelung

Zur Diskussion stand auch eine von Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) vorgelegte Bodenschutzrichtlinie, laut der unter anderem bauliche Entwicklungsvarianten im Bestand Entwicklungen am Siedlungsrand vorgezogen werden sollen. Des Weiteren soll es keine Neuwidmungen oder Verschiebung der temporären Siedlungsgrenze ohne Anwendung des STEP (Stadtentwicklungs)-Verfahrens geben.

Als Auflage bei Bauvorhaben mit mehr als fünf Wohneinheiten sollen 30 Prozent des Baugrundes an die Stadt zur Errichtung von Grünflächen abgetreten werden. Außerdem soll es eine Förderung für Maßnahmen zur Bodenentsiegelung geben. Dies freute vor allem Gemeinderätin Anja Haider-Wallner (Grüne): „Wir freuen uns sehr, dass über 500 Unterschriften für unsere Petition Natur statt Beton etwas bewirkt haben!“

Die Grünen wollen bei der Erstellung der Details mitarbeiten, und auch SPÖ und FPÖ stimmten gemeinsam mit ÖVP und Grünen für die Bodenschutzrichtlinie. Auf der Tagesordnung standen aber auch mehrere Baulandfreigaben, nämlich im Gebiet Gartenäcker Nord für den geplanten Kindergarten in St. Georgen sowie im Gebiet Kirchäcker Ost für den weiteren Wohnungsbau in der Stefan-Laszlo-Straße. Im Zuge dessen wurden auch Vorkehrungen für einen Ausbau der Stefan-Laszlo-Straße zu einer Allee mit breitem Boulevard und Grünflächen getroffen. Diese Punkte wurden einstimmig beschlossen.