Hochwasserschutz: Oslip baut auf Sicherheit

Mit den Stimmen aller Fraktionen wurde die Errichtung eines Hochwasserschutzes beschlossen. Die Kosten sollen 1,042 Millionen Euro betragen.

Erstellt am 30. Mai 2019 | 05:58
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Baustart. Der Hochwasserschutz soll von der Ortseinfahrt Richtung Eisenstadt bis zum Retentionsbecken reichen, so Bürgermeister Stefan Bubich.
Foto: BVZ

Besser in Prävention investieren als in Aufräum- und Reparaturmaßnahmen. Zu diesem Schluss ist der Osliper Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung gekommen, alle Fraktionen stimmten der Errichtung eines Hochwasserschutzes entlang der Wulka zu.

Mit dem Hochwasserschutz soll verhindert werden, dass bei Unwettern Straßen und Keller überschwemmt werden. „Wir investieren hier 1,042 Millionen Euro in die Sicherheit“, zeigt sich Bürgermeister Stefan Bubich (ÖVP) stolz. „Demnächst wird es noch eine Besprechung geben, wir gehen aber noch von einem Baustart im Juni aus.“

Millionen-Projekt soll bis 2020 fertig sein

Finanziert wird das Projekt zu 78 Prozent aus Fördergeldern des Bundes, Landes und der EU. Die übrigen 22 Prozent, also etwa 230.000 Euro, stemmt die Gemeinde selbst. „Die Erd- und Bauarbeiten wurden an die STRABAG vergeben, auch ein Umweltgutachten wurde eingeholt.“ Wenn alles nach Plan läuft, rechnet der Ortschef mit einer Fertigstellung des Hochwasserschutzes bis zum Jahr 2020: „Die Arbeiten werden sicher ein Jahr lang dauern, die Baumaßnahmen sind sehr aufwendig.“ Ab dann sollen Unwetter und langanhaltende, starke Regenfälle — die wegen Klimawandel und Erderwärmung jährlich zunehmen und auch an Intensität gewinnen — für Oslip kein Problem mehr sein.

Auch die SPÖ um Vize-Bürgermeister Martin Mileder betonte die Notwendigkeit des Bauprojektes: „Die Arbeiten für den Hochwasserschutz werden nun so schnell wie möglich vergeben, damit das Projekt bald umgesetzt werden kann. Wir alle im Gemeinderat waren uns einig, die Investition ist dringend notwendig.“ Schon länger wurde über die Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Wulka diskutiert. Nachdem „Vergaberecht und gewisse Pflichten für die Gemeinde“ erfüllt wurden, konnte nun ein Beschluss gefasst werden. „Das Projekt zieht sich schon länger, wir sind aber zuversichtlich, dass es bald losgeht“, so Mileder.

Die Wulka verläuft entlang der nord-westlichen Gemeindegrenze, Überflutungen könnten etwa im Bereich der kleinen Brücke (siehe Foto) für erhebliche Schäden sorgen.