Ambitionierte Pläne in Hornstein

Der Gemeinderat nahm sich am Montag das Budget, das Funkloch im Ort und die geplanten Großprojekte in der Gemeinde vor.

Erstellt am 15. Dezember 2021 | 03:00
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Bei der letzten Gemeinderatssitzung im heurigen Jahr standen in Hornstein mehrere große Punkte auf der Tagesordnung. Für die Bewohner der wohl wichtigste Punkt: „Mit Blick auf die Pandemie verzichtet die Gemeinde heuer auf Gebührenerhöhungen“, verkündet Bürgermeister Christoph Wolf. Weiters wurde etwa der vorläufige Stand der elften Änderung des Flächenwidmungsplanes präsentiert, das Budget diskutiert und eine Lösung für das Funkloch im Ort gefunden.

Anpassungen im Ort, neue Richtlinien am See

Da die Gemeinde Hornstein mit Jahreswechsel wächst und einige Quadratmeter am See von der Nachbargemeinde Neufeld dazubekommt, ist eine Widmung notwendig. Die Widmung aus Neufeld könne nicht übernommen werden, daher bekomme man nun einen „weißen Fleck“ im Ort. Daher müssen dort nun entsprechend dem neuen Raumplanungsgesetz des Landes Anpassungen vorgenommen werden. Knackpunkt: Auch Hauptwohnsitze mit „eingeschränkter Bauweise“ sollen am See möglich sein. Was jedoch „eingeschränkt“ genau heißt, können derzeit weder Land, noch Fachleute noch Gemeinden präzisieren, daher sind einige Details noch unklar.

Deutlich mehr Haftungen wegen großer Investitionen

Während die Personalkosten im Rathaus erstmals seit Jahren sinken —im Vorjahr kritisierte die SPÖ die PR- und Verwaltungskosten scharf — steigen die Ausgaben im Bildungsbereich und die Haftungen. Grund dafür ist vor allem der geplante Ausbau der Volksschule um etwa 1,5 Millionen Euro auf sechs Klassen und die abgeschlossene Erweiterung des Kindergartens —das ließ im abgelaufenen Jahr freillich auch die Ausgaben im Bildungsbereich wachsen. Für 2022 wurde zudem eine „Digitalisierungsoffensive“ geplant. Ein großer Brocken ist auch der Ausbau des Feuerwehrhauses, für den ebenfalls 1,5 Millionen veranschlagt sind. An den Voranschlägen erhob die SPÖ jedoch Zweifel und stimmte gegen das Budget. „Die Kosten wurden im Sommer geschätzt, seither sind die Baustoffpreise um 40 Prozent gestiegen. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht überschulden“, warnt SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Schmitl. Seiner SPÖ sei immer der hohe Schuldenstand angekreidet worden, nun sei dieser unter der ÖVP höher denn je.

Funkloch soll schon bald Geschichte sein

Einstimmig fiel dagegen die Entscheidung für den neuen Sendemasten aus, der am umgebauten Feuerwehrhaus errichtet werden soll. Nachdem Grundeigentümer Esterhazy den Vertrag für den ehemaligen Masten auslaufen ließ, klagen die Bewohner der Gegend um die Mayerhofgasse über schlechten Empfang. In Zeiten von Home-Schooling und Tele-Working kein tragbarer Zustand, sind sich beide Parteien in diesem Punkt einig und plädieren für eine rasche Lösung.