Mörbisch: Junge kicken FP-Chef aus Gemeinderat. ÖVP-Kandidat überholt SP-Bürgermeister und zwingt ihn in Stichwahl. FPÖ-Spitzenkandidat erhält kein Gemeinderatsmandat.

Von Nina Sorger. Erstellt am 05. Oktober 2017 (04:26)
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Überholt. FPÖ-Chef Andreas Fiala wurde auf Platz drei verdrängt.
Nina Sorger

Der Wahltag brachte in Mörbisch mehr als eine Überraschung: Denn der relativ kurzfristig bestimmte ÖVP-Spitzenkandidat Markus Binder überholte den amtierenden Bürgermeister Jürgen Marx (SPÖ) bei der Bürgermeisterwahl stimmenmäßig: Während Marx nur 46,9 Prozent der Mörbischer für sich einnehmen konnte, entfielen 49,2 Prozent der gültigen Stimmen auf Binder.

Kräftemessen. Am Wahlsonntag demonstrierten Markus Binder (ÖVP, l.) und Jürgen Marx (SPÖ, r.) noch ein scherzhaftes Kräftemessen. Nach den Zugewinnen von ÖVP und Binder wird daraus nun ein Stichwahlkampf in vier Wochen.
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Damit werden die beiden jungen Politiker, die altersmäßig nur ein Jahr trennt, dafür aber ein weitschichtiges Verwandtschaftsverhältnis verbindet, am 29. Oktober in einer Bürgermeister-Stichwahl gegeneinander antreten. Beider Strategie für den Wahlkampf: „Die Mörbischer Haushalte besuchen.“

Völlig aufgemischt wurde die Liste der Mörbischer FPÖ: Mit 85 Vorzugsstimmen katapultierte sich der auf Platz vier gereihte Tobias Thaller an die Spitze der Liste. Spitzenkandidat Andreas Fiala wurde vom Zweitgereihten Michael Sommer ebenfalls überholt und wird damit – sollte keiner der beiden auf sein Mandat verzichten – nicht mehr im Gemeinderat vertreten sein.