Neumayer dreht Purbach auf rot

Erstellt am 06. Oktober 2022 | 04:10
Lesezeit: 2 Min
Die SPÖ erobert das Bürgermeisteramt und die Absolute in Purbach. ÖVP schwer geschlagen, Grüne schaffen den Einzug.
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Statt 12:10 für die ÖVP steht es im Purbacher Gemeinderat nun 13:9 für die SPÖ. Die absolute Mandatsmehrheit sowie das Bürgermeisteramt wandern nach dem Wahlsonntag zur SPÖ um Harald Neumayer. Nikolas Brunäcker und seine Grünen schaffen mit 5,2 Prozent auf Anhieb souverän den Einzug in den Gemeinderat, die Liste Rennmayr scheitert mit insgesamt 17 Stimmen (0,8 Prozent) deutlich.

„Ein derartiges Wahlergebnis ist nicht selbstverständlich – ein aufrichtiges Danke dafür“, ist der Bürgermeister in spe gerührt: „Das eindeutige Ergebnis zeigt selbstverständlich auch die Unzufriedenheit der Purbacher Ortsbevölkerung mit der bisherigen Ortspolitik. Mein Team und ich stehen mit beiden Beinen im Leben und das haben uns die Wähler mit ihrer Stimme gedankt.“ Man werde das in den letzten fünf Jahren erarbeitete Vertrauen der Purbacher nicht enttäuschen.

Enttäuscht ist auch das Stichwort für die Wahlanalyse der Volkspartei. Martin Horak, der vor etwa sieben Monaten das Bürgermeisteramt von Vorgänger Richard Hermann übernahm, wurde nicht wiedergewählt und rutschte knapp unter 40 Prozent. Damit könne man nicht zufrieden sein, so Horak sinngemäß.

„Sehr glücklich“ sind dagegen die Grünen über das gewonnene Mandat, das künftig Nikolas Brunäcker übernimmt. „Erstmals in der Purbacher Geschichte wird es einen Grünen Gemeinderat geben, das ist ein Riesenerfolg. Mit uns sitzt nun eine starke Stimme für den Klima- und Naturschutz im Gemeinderat. Wir werden daher nicht ruhig da sitzen, sollte Purbach weiter zugebaut werden“, kündigt er an.

Keinen Grund zur Freude hat die Liste Rennmayr: Das Wahlziel sei verfehlt worden, bei der nächsten Wahl möchte man es wieder versuchen.

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