Wimpassinger Sitzung mit Quarantäne-Konsequenzen

Nachdem ein Teilnehmer bei einer Sitzung der Wimpassinger Gemeindevorstände keine Maske trug, gibt es nun positive Fälle.

Sigrid Janisch Aktualisiert am 18. März 2021 | 11:17
Gemeindeamt Wimpassing an der Leitha Symbolbild
Kontakt. Nach einer Sitzung des Gemeindevorstands gibt es nun positive Fälle unter den Teilnehmern.   Foto: BVZ Archiv
Foto: BVZ Archiv

Eine Gemeindevorstandssitzung in Wimpassing hat weitreichende Folgen, nachdem ein Beteiligter keine Maske trug. Nach der Sitzung wurde er positiv auf Covid getestet. Nun befinden sich die Teilnehmer in Quarantäne und zwei wurden ebenfalls positiv getestet.

Bürgermeister Ernst Edelmann (SPÖ) leitete die Sitzung. „Nach der Eröffnung der Sitzung habe ich auch die Maske abgenommen, um besser verstanden zu werden“, berichtet er. Er betont aber: „Durch meinen Beruf mache ich zwei bis drei Mal pro Woche einen Test und war an dem besagten Abend nachweislich negativ.“ Er könne sich nicht erinnern, dass jemand vehement verlangt hätte, dass der Teilnehmer eine Maske trägt. „Die meisten Vorstände wurden mittlerweile negativ gestestet“, so Edelmann.

Auch die bisher negativ getesteten Gemeindevorstände tragen aber Konsequenzen: Die anwesenden Gemeindevorstände und drei Gäste sind Kontakt 1-Personen. Das heißt sie müssen zwei Wochen in Quarantäne.
„Es ist ein Wahnsinn, was für eine Tragweite es hat“, stellt Vizebürgermeisterin Marion Pöschl (ÖVP) fest. Denn es bedeute auch berufliche Folgen, etwa für Selbstständige, die ihre Unternehmen nun geschlossen halten müssen und so auch einen Verdienstentgang haben.

Forderung: „Tests und FFP2-Masken“

Pöschl fordert daher für zukünftige Sitzungen: „Tests und eine FFP2-Maskenpflicht.“ Sie halte in ihrem Geschäft auch alle Maßnahmen ein und stellt fest: „Man kann dazu beitragen, das Risiko zu minimieren. Wir haben das Recht, dass bei Sitzungen auch darauf geachtet wird.“ Sie habe den Gemeindevorstand auch auf die Maskenpflicht hingewiesen.

Edelmann lasse die Situation nicht kalt und er habe „Gewissensbisse“, erklärt er. Er habe prinzipiell nichts gegen Tests, aber: „die rechtliche Grundlage fehlt“, erklärt er. Daher könne er nur an die Vernunft der Teilnehmer appellieren. Da die für diese Woche geplante Gemeinderatssitzung nun nicht stattfinden kann, prüft Edelmann nun, welche Beschlüsse der Gemeinderat per Mail, also per Runderlass, treffen kann.

Einig sind sich beide Parteien darin, dass die Situation auch die Bevölkerung in der Gemeinde spalte.