Mädchen im Bezirk Eisenstadt mehrfach vergewaltigt

Angeklagter verging sich an seiner Halbschwester. Nach weiterer Tat im Jänner stand er nun vor Gericht.

Erstellt am 03. Juni 2021 | 05:09
Vergewaltigung Gewalt Angst Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com, Joe Techapanupreeda

Wegen des Vorwurfs der mehrfachen Vergewaltigung musste sich am Dienstag dieser Woche ein 28-jähriger Mann aus dem Bezirk Eisenstadt vor einem Schöffensenat verantworten.

Als Jugendlicher hatte der Angeklagte mit seiner um acht jahre jüngeren Halbschwester unter einem Dach gelebt. In den Jahren 2007 und 2008 war er ein Teenager im Alter von 15 bzw. 16 Jahren, seine Halbschwester war damals sieben bzw. acht Jahre alt.

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Viermal zwang er damals das kleine Mädchen zu geschlechtlichen Handlungen. Die Übergriffe ereigneten sich, wenn die Eltern nicht zu Hause waren, im Kinderzimmer des Mädchens. Danach kam es jahrelang zu keinen Missbrauchshandlungen mehr. Am 13. Jänner 2021 hatte der Angeklagte, mittlerweile verheiratet und Vater von zwei Kindern, seine Halbschwester jedoch unter einem Vorwand in sein Wohnhaus im Bezirk Eisenstadt gelockt.

Unter Vorwand in Keller gelockt

Er behauptete, ihr im Keller in Kisten verpackte Gegenstände zeigen zu wollen.

Dort angekommen, hielt er der heute 20-jährigen Frau den Mund zu, würgte sie am Hals, drückte sie zu Boden, packte sie am Haarzopf und versuchte neuerlich eine dem Beischlaf gleichzusetzende sexuelle Handlung an dem geschockten Opfer zu vollziehen.

Nach 30 Minuten erst ließ der Mann von der Frau ab. Diesmal fasste die junge Frau ihren Mut zusammen und ging zur Polizei.

Angeklagter zeigte Reue

Vor Gericht war der Angeklagte reumütig geständig.E r wurde wegen Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen und Nötigung zu drei Jahren Freiheitsstrafe unbedingt verurteilt. An das Opfer muss er 2.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen.

Der Angeklagte nahm das Urteil an.