Eisenstadt: Betriebe in Umbruch. In finanzielle Schwierigkeiten ist „Zum Heimchen“ geraten, Libro zog vom EZE aus, Geschenkewelt Koch folgt und Juwelier bleibt.

Von Doris Fischer. Erstellt am 24. Januar 2019 (04:20)
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Bleibt. Entgegen Gerüchten schließt Juwelier nicht.
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Hoch und Tiefs hat Imre Varga, Besitzer des „Zum Heimchen“ in der Feldstraße, in den letzten 15 Jahren schon durchlebt. Momentan ist er wieder beim Tief angelangt. Gebietskrankenkasse hat den Konkurs über das Unternehmen beantragt.

Sanierungsplan. „Zum Heimchen“ bleibt weiter in Betrieb.
Doris Fischer

„Ja, es gibt Schwierigkeiten. Ich bin mit Zahlungen in Verzug geraten und in den Konkurs geschlittert“, bestätigt der Gastronom Imre Varga die Gerüchte.

Die Geschäfte laufen jedoch weiter. Gemeinsam mit seinem Rechtsanwalt arbeitet er gerade einen Sanierungsplan aus. „Ich will auf jeden Fall, sofern es möglich ist, weitermachen“, gibt sich der Wirt optimistisch und ergänzt: „Das Heimchen ist ganz normal geöffnet. Die Zahlungsschwierigkeiten haben keine Auswirkungen auf den Betrieb.“

Tischkultur statt Papier und Bücher

Die Rückstände seien nicht so enorm. „Zulieferer oder andere Betriebe sind davon nicht betroffen“, versichert Varga, der ein Problem anspricht: „Nach 16 Uhr ist in Eisenstadt tote Hose. Das Mittagsgeschäft und das Wochenende sind noch in Ordnung.“

Bereits geschlossen hat die Libro-Filiale im Einkaufszentrum Eisenstadt (EZE). Hier wird das Geschäft gerade ausgeräumt. Ein Nachmieter konnte schon gefunden werden: Das Fachgeschäft für Geschenke und Tischkultur Koch wechselt den Standort. Im neuen OBI-Markt in der Mattersburger Straße – er wird am 15. Feber offiziell eröffnet – findet das Fachgeschäft keinen Platz mehr. Deshalb übersiedelt das Geschäft in das EZE. Eröffnung wird nicht vor Ende März sein. Davor soll das Geschäft für einen Monat geschlossen sein.

An den Gerüchten einer Geschäftsschließung des Juwelier Bauer in der Fußgängerzone ist laut Firmenleitung nichts dran: „Nein, es stimmt nicht, dass wir in der Fußgängerzone zusperren. Das Geschäft bleibt erhalten.“