Tipp: Versteckte Ruine in Breitenbrunn besichtigen. Im Breitenbrunner Wald versteckt sich die Ruine einer Einsiedelei, die vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Von Sigrid Janisch. Erstellt am 15. Januar 2021 (04:55)
Bild l.: Für den Weg zur Klause sollte man sich Zeit nehmen. Bild Mitte: Ein Hohlweg im Wald führt zu der Ruine der Einsiedelei. Bild r.: Die Klause erscheint unerwartet entlang des Hohlwegs.
ZVG/Janisch

Bei einer Wanderung zur Breitenbrunner Klause kann man Natureinblicke mit Geschichtlichem und ein bisschen Mystischem bereichern. Die auch als Einsiedelei bekannte Ruine liegt im Esterházy-Wald nordwestlich der Gemeinde, oberhalb des Naturschutzgebiets Tenau.

Saniert. 2015 schnitten Mitarbeitern der Esterházy Betriebe und Freiwilllige rund um Manfred Niszl Sträucher rund um die Klause zurück.
ZVg

Laut Vizebürgermeister Manfred Niszl (ÖVP) wurde die Klause im 18. Jahrhundert errichtet und bewohnt. „Um 1700 entstanden auch in unserem Gebiet eine Reihe von Klausen, die von einzelnen, zunächst unabhängigen Einsiedlern bewohnt wurden“, erzählt er und sagt weiter: „Sie waren anfangs völlig auf sich gestellt, von niemandem abhängig und kannten nur Jesus Christus als ihren einzigen Oberen an.“ In Breitenbrunn soll Franz Berner 1732 die Klause und eine Johanneskapelle errichtet haben und beides bis zu seinem Tod 1774 mit 82 Jahren betreut haben. Die Kapelle wurde bald von Gläubigen aus der ganzen Region aufgesucht. „Ob nach seinem Tod ein Nachfolger die Einsiedelei bezog, ist ungewiss“, so Niszl.

Nah. Ist man beim Schranken, ist man schon fast am Ziel.
Janisch

Für den Weg sollte man sich allerdings Zeit nehmen. Man kann mit dem Auto bis zur Grünschnittdeponie fahren. Diese erreicht man, wenn man, von Eisenstadt kommend, nach der Tankstelle links abbiegt. Außerhalb des Orts kommt man wieder zu einer Kreuzung, wo man ebenfalls links abbiegt. Der Weg ist hier auf einer Seite von Kirschbäumen gesäumt. Hält man sich halblinks, geht man am Radweg entlang bis zu einem Platz mit Schildern, die die Natur der Umgebung beschreiben. Hier hält man sich rechts, bei der nächsten Kreuzung aber schon wieder links. Am Ende des asphaltierten Wegs kommt man rechter Hand in den Esterházy-Wald. Rund 100 Meter nach dem Schranken führt ein Hohlweg in den Wald.

Nah. Ist man beim Schranken, ist man schon fast am Ziel.
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Hier fühlt man sich in eine andere Welt versetzt: moosbewachsende Steine an Rand, interessant gewachsene Bäume und Ruhe.

Dieser Weg ist unbefestigt und nicht barrierefrei. Nach einem Marsch von rund zehn Minuten erscheint die Ruine linker Hand.